© Klaus-Peter Kappest

Wandervergnügen mit der Bahn an und über der Sieg

Ausgabe 146 – Mai/Juni 2009

Deutschland

Eine veritable Flussdame ist sie, die Sieg. Die Kelten gaben ihr den Namen. Sikkere, was soviel wie schneller Fluss bedeutet. Es heißt, die Sugambrer und Ubier lebten an ihren Ufern. Egal, sie ist ein „blauer Faden“ für besondere Wandererlebnisse. Insbeso

Von der Heide ins Mittelgebirge

Abfahrt nach Siegen im Kölner Hauptbahnhof (Foto: DB/Georg Wagner)
Abfahrt nach Siegen im Kölner Hauptbahnhof(Foto: DB/Georg Wagner)

Vom Siegstrand zum Dünensand, von der Quellenmeile auf dem Rothaarkamm über Netphen bei Siegen zum Mündungsmäander in Mondorf bei Bonn am Rhein. Die Sieg hat viele natürliche Qualitäten. Ab Siegburg gesellt sich die Bahnstrecke Köln-Siegen dazu. Im besten Einvernehmen nutzt die Bahn mal die eine oder die andere Seite, verschwindet schon mal in einem Tunnel und hält noch vor den Toren von Siegen engen Kontakt mit dem Fluß, der in 603m Höhe entspringt und nach 155 km in 50m Höhe über NN mit Vater Rhein den Bund der Weiterreise eingeht. Dazwischen ist großes Wanderkino angesagt. Auf dem Weg von Köln über Siegburg, Hennef, Eitorf, Windeck-Rosbach, Hamm, Wissen, Kirchen, Mudersbach nach Siegen quert die Bahnstrecke auch die Wahner Heide. Das Naturschutzgebiet mit Heidegebieten, Hochmooren und Auwald liegt vor den Toren Kölns. Eine Naturidylle par exellance. Wenige km weiter, gleich hinter Siegburg rücken die Berge von Westerwald und Bergischem Land immer näher an die Sieg heran. Bühne frei für pures Wandervergnügen.

Vom Michaelsberg nach Osten

Burg Freusburg
Burg Freusburg

Er ist nicht sonderlich hoch aber besonders markant. Vom Michaelsberg grüßt seit knapp einem Jahrtausend das Benektinerkloster St. Michaelberg. Von hier schlängelt sich die Sieg im zunehmend grüner werdenden Tal an Hennef vorbei zur vermutlich kleinsten Stadt Deutschlands, Stadt Blankenberg. Das mitteralterliche Städtchen in der Höhe ist einer der schönsten Wanderziele im unteren Bereich der Sieg. Flussaufwärts folgt in Eitorf-Merten die Klosteranlage St. Agnes, eine romanische Pfeilerbasilika aus dem 13. Jh. In Windeck-Herchen soll der Komponist Engelbert Humperdinck die zündenden Eingebungen für die Märchenoper Hänsel und Gretel gehabt haben. Zum Wandern sind die dicht bewaldeten Talberge jedenfalls wie geschaffen. Sehenswert ist auch der Siegtaldom in Dattenfeld, dessen Ursprünge gut 1.000 Jahre zurückreichen. Nicht ganz so alt ist Burg Windeck, lässt sich aber bestens in eine Wanderung einbauen, wie auch der 4 m hohe (oder sollte man tiefe sagen?) und 84 m breite Wasserfall bei Schladern. ...

Mit Pocketguide mit sieben Tourentipps

(Links zum Download der GPX-Tracks etc. s.u.)

 
  • Überraschung bei Köln in der Wahner Heide
  • Die Sieg mit ihren bewaldeten Höhen
  • Höhepunkte beiderseits der Sieg
  • Unterwegs auf der „Alten Poststraße“
  • Durch den Giebelwald zur Freusburg
  • Waldreiche Höhen über dem Fluss
  • Madonna, Bergmann & Jesuiten


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Ausgabe 146

Mai/Juni 2009