© Klaus-Peter Kappest

Zollernalb - Wanderungen zum Herzen der Erdgeschichte

Ausgabe 147 – Juli/August 2009

Deutschland

Teil drei unserer Serie über die Zollernalb führt zu den geologischen Schätzen der Region. Die abwechslungsreiche Naturlandschaft der Zollernalb, geprägt von Albvorland, Albtrauf und Albhochfläche, gleicht einem riesigen Freilichtmuseum, dessen erdgeschic

Blick auf die Haigerlocher Unterstadt mit Schlosskirche und Schloss
Blick auf die Haigerlocher Unterstadt mit Schlosskirche und Schloss

Unter dem Motto „Geologie erwandern, erfahren und begreifen“ führen spannende Themenwege durch den UNESCO-Geopark Schwäbische Alb, dessen Herz die Zollernalb bildet. Die Zusammenhänge zwischen Geologie und regionaltypischen Vegetationsformen wie Trockenrasen und Wacholderheide werden hier ebenso beleuchtet wie die Besonderheiten von Fossilien und Ölschiefer.

Tief beeindruckend ist eine Tour im Nusplinger Plattenkalk: Hier führt ein Pfad „Ins Reich der Meerengel“ zurück in jene Zeit vor 150 Millionen Jahren, als die Zollernalb noch einer tropischen Lagune glich, in der fremdartige Wesen durch ein geheimnisvolles Urzeitmeer glitten.

Balingen – Wo der Weiße Jura strahlt

Start des GeoWanderwegs: Zillhauser Wasserfall
Start des GeoWanderwegs: Zillhauser Wasserfall

Balingen bietet sich als optimaler Ausgangspunkt für Wanderungen durch die unvergessliche Geo-Landschaft der Zollernalb an. Von hier aus erreicht man im Handumdrehen das wahrscheinlich schönste Teilstück des Donau-Zollernalb-Wegs, der im Januar 2009 als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifiziert wurde. Hörnle und Lochenstein heißen die Höhepunkte dieses Wegabschnitts, auf dem landschaftliche Schönheit und geologische Faszination sich die Waage halten.

Der Weiße Jura des Lochenstein strahlt hell über die weite, grüne Landschaft. Von seinem Gipfel eröffnet sich ein unvergesslicher Ausblick: Im Osten die ehrwürdige Burg Hohenzollern, im Süden die Gipfel der Alpen. Nirgendwo stellt der Albtrauf sich eindrucksvoller dar, nirgendwo ist seine geologische Entwicklung anschaulicher erfahrbar. Am Gespaltenen Fels wird deutlich, wie seine Kante im Laufe der Jahrtausende immer wieder abbrach. Schon seit 150 Jahren ist das Gebiet um den Lochen, dessen magische Atmosphäre Ursprung vieler Sagen und Mythen ist, bekannt als Fundregion für kleinwüchsige Fossilien, die hier langsam aus dem Weißen Jura-Stein herauswittern.


Seit Mai 2009 gibt es noch mehr „Geo-Vergnügen“ in Balingen. Etwa 5 Stunden Zeit sollte man sich für den neuen GeoWanderweg nehmen (Abkürzung mit 3 Stunden möglich). Auf 10 Infotafeln werden die jeweiligen geologischen Besonderheiten am Standort erklärt.Die Wanderung beginnt  beim eindrucksvollen Zillhauser Wasserfall und führt bis hinauf auf den Albtrauf ins Naturschutzgebiet Irrenberg. Entdecken Sie die Ausblicke auf  die Burg Hohenzollern. Versteckte Wasserfälle und Quellen, idyllische  Brücken, naturnahe Pfade und unberührte Natur laden zum Wandern ein. Ein nicht zur Ruhe kommender Rutschhang gibt immer wieder Fossilien frei. Am Ende der Tour werden Sie wissen, worauf Sie stehen. ...


Infos 

Zollernalb-Touristinfo, Tel. 07433/92-1139
www.zollernalb.com

Touristinfo Balingen, Tel. 07433/170-119
www.balingen.de

Touristinfo Oberes Schlichemtal, Tel. 07427/94 98-0
www.oberes-schlichemtal.de

Amt für Kultur und Tourismus Haigerloch, Tel. 07474/6 97 27
www.haigerloch.de

Gemeinde Winterlingen, Tel. 07434/2 79-0
www.urlaub-in-winterlingen.de



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Ausgabe 147

Juli/August 2009