© Klaus-Peter Kappest

Atemberaubend schön... Die Überquerung der Schwäbischen Alb: Donau-Zollernalb-Weg

Ausgabe 148 – September/Oktober 2009

Deutschland

Aus dem Durchbruchstal der Donau in Beuron hinauf auf die Zollernalb. Durch herrliche Trockentäler bis zu den Tausendern der Schwäbischen Alb. Es gibt viele reizvolle Wandervorhaben. Der neue Donau-Zollernalb-Weg jedoch darf aus dem Vollen schöpfen. Das

Das Herzstück des Donautals

Schleicherhütte in Albstadt-Ebingen
Schleicherhütte in Albstadt-Ebingen

Dort, wo die junge Donau am schönsten ist, wo sie sich durch einen Märchengarten burgengekrönter, bizarrer Kalksteinfelsen gegraben hat, liegt das sehenswerte Kloster Beuron. Das Herzstück des Donautales. Ein würdiger Ort für den Start. Das Tal der Donau zwischen Beuron und Sigmaringen bewahrt zwischen Felsengipfeln und Talgrund einen noch unversehrten Artenreichtum an Tieren und Pflanzen – ein Kapitel lebendige „Schöpfungsgeschichte“.  Im Donautal reiht sich Fels an Fels. Der höchste und längste Fels der Schwäbischen Alb, der Schaufelsen, fasziniert auf der zweiten Etappe von Hausen im Tal nach Gutenstein. Von Gutenstein geht es weiter durch den Fürstlichen Park Inzigkofen. Die kühn angelegten Treppen und die „Teufelsbrücke“ verleihen dem Inzigkofer Park einen besonderen Reiz. Dann ragen die Türme von Schloss Sigmaringen in die Höhe. Altstadt und Schloss der Hohenzollernstadt sind Ziel der dritten Etappe.

Im Laucherttal

Blick auf Sigmaringen
Blick auf Sigmaringen

Schweren Herzens verlassen wir die idyllische Stadt Sigmaringen in Richtung Laucherttal. Der Nägelesfelsen gestattet einen ersten fantastischen Überblick in die Flussaue. Von Zeit zu Zeit streift man hübsche Dörfer und interessante Bauwerke. Hervorzuheben sind in Veringenstadt das älteste Rathaus und in Veringendorf die älteste Kirche Hohenzollerns. Beide liegen an der touristischen Hohenzollernstaße im Ferienland Hohenzollern. Wussten Sie, dass Kardinal Karl Lehmann seine Kindheit hier verbrachte?  Unsere Tour führt von Veringenstadt bis Gammertingen, vorbei am Teufelstorfelsen. Es ist eine einmalige Felsformation im Laucherttal und auf seiner Spitze befindet sich ein Aussichtsplatz mit Kreuz und Inschrift: „Herr Segne dieses Tal“. Wie wahr! Die nächste Etappe führt von Gammertingen hinauf auf die Albhochfläche nach Winterlingen. Im Fehlatal, ein Nebenfluss der Lauchert, gibt es keinen Straßenlärm und keine Bahntrassen, nur Rad- und Wanderwege. Und weiter geht‘s von Winterlingen nach Albstadt – heute geht es auf und ab, auf und ab und nochmals auf und ab. Dafür belohnen herrliche Aussichten und schwäbische Köstlichkeiten. Die Tour endet am Georg-Kiesinger-Platz in Albstadt-Ebingen.  ...


Diesem Heft ist ein 28-seitiger Pocketguide "Überquerung der Schwäbischen Alb" mit zehn ausführlichen Tourentipps beigelegt.

Aus dem Durchbruchstal der Donau in Beuron hinauf auf die Zollernalb. Durch herrliche Trockentäler bis zu den Tausendern der Schwäbischen Alb. Es gibt viele reizvolle Wandervorhaben in Deutschland. Der neue Donau-Zollernalb-Weg darf aus den Vollen schöpfen. Er hat das Potential, zu den großen deutschen Weitwanderwegen aufzusteigen. Das Wandermagazin ist den Weg bereits gegangen. Als Scouts und aufmerksame Berichterstatter haben wir aus gutem Grunde zwei Schwaben ausgewählt. Sabine Malecha und Joachim Lutz haben einen Weg vorgefunden, der über weite Strecken auch ihre Vorstellungen übertroffen hat.

Start der Tour, die auf weiten Strecken durch den Naturpark Obere Donau führt, ist das beeindruckende Durchbruchstal der Donau. Idealtypischer Startort ist das Kloster Beuron. Das erhabene Ensemble im engen Donautal ist alleine schon einen Besuch wert. Das gilt ohne Einschränkungen auch für den gewaltigen Schlusspunkt, den höchsten Gipfel der Schwaben, dem 1015 m hohen Lemberg. An klaren Tagen liegt die Alpenhauptkammkette wie eine weiße Mauer vor dem staunenden Betrachter. Schwarzwald und Neckartal erscheinen zum Greifen nahe. Dazwischen liegt ein munteres Wanderabenteuer voller Überraschungen. Höhlen, Trockentäler, Heiligtümer, Schlösser, Burgen, verschlafene Dörfer, lebendige Städte und das Erlebnis, den höchsten Abschnitt der Schwäbischen Alb zu überqueren.

Was Sie wissen müssen? Dieses Tourenbüchlein, praktisch, kompakt für jede Hosentasche und aktuell, enthält alle nötigen Angaben. Gegliedert in zehn Etappen. Natürlich können Sie die Etappenlänge auch selbst bestimmen. Unsere Wanderscouts haben sich jedoch an der Entdeckerfreude und dem genussvollen Wandertempo der meisten Wanderfreunde orientiert und plädieren dafür, sich genügend Zeit für die einzelnen Etappen zu nehmen. Am Ende des Pocketguides finden Sie nützliche Tipps für die An- und Abreise mit Bus und Bahn. Wir geben Hinweise für Tageswanderer, die sich die eine oder andere Etappe vornehmen möchten. Sonst gilt, alle wichtigen Angaben finden Sie bei der jeweiligen Etappenbeschreibung. Wir weisen auf Einkehrmöglichkeiten hin, die Übernachtungsmöglichkeiten am Start- und Zielpunkt sind gewährleistet. Wir haben Ihnen dazu die jeweiligen Info-Kontaktdaten gelistet, damit Sie via Internet oder Telefon Kontakt zu den jeweiligen Ansprechpartnern aufnehmen können.

Der Donau-Zollernalb-Weg lässt sich mit dem in 2008 eröffneten „Donauberglandweg“ zu einer sagenhaften Rundtour mit 14 Etappen (214 km) verbinden. Den Pocketguide zum Donauberglandweg hat das Wandermagazin letztes Jahr vorgestellt. Beide Wege, Donau-Zollernalb-Weg und Donauberglandweg sind Dank der überragenden Erlebnisqualität mit dem Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ des Deutschen Wanderverbandes ausgezeichnet worden. Den neuen Stern am deutschen Wanderhimmel, den „Donau-Zollernalb-Weg“, stellen wir Ihnen hier ausführlich vor. ...



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Ausgabe 148

September/Oktober 2009