© Klaus-Peter Kappest

Goldnuggets und Schneekristalle – Winter im Rauriser Tal

Ausgabe 149 – November/Dezember 2009

Österreich

Golden glitzern die schneebehangenen Bäume in der untergehenden Sonne. Wälder und Wiesen sind tief verschneit, die Berge werfen die letzten Strahlen blutrot zurück ins Tal. Ein herrlicher Wintertag im Raurisertal geht zu Ende und fast fühlt man sich, als

Schnee und Rodel gut:  Hier sind auch die Kleinsten  gut aufgehoben
Schnee und Rodel gut: 
Hier sind auch die Kleinsten 
gut aufgehoben

Mitten im Nationalpark Hohe Tauern, umgeben von den Bergmassiven der Goldberggruppe und unter der „Schirmherrschaft“ von Österreichs höchstem Berg, dem Großglockner, liegt das Raurisertal.Der Talschluss Kolm Saigurn wird von 13 Dreitausender-Bergen umragt, ein beeindruckendes Bild. Dank der Höhenlage und des behutsamen Umgangs mit „Naturschönheiten ist das Raurisertal zu jeder Jahreszeit ein begehrtes Wanderziel. Denn neben den zahlreichen Wintersportattraktionen gibt es zahlreiche Winterwanderwege und einsame Schneeschuhtrails, auf denen man das Tal abseits der üblichen Pfade in seiner Ursprünglichkeit und Natürlichkeit entdecken kann. Die Schönheit der Salzburger Landschaften, die herzliche Gastfreundschaft der Menschen und die ungezähmte Natur beschreiben ein Bild fernab vom Massentourismus.

Goldige Zeiten

Ungetrübtes Schneevergnügen:  Rauriser Hochalmbahnen
Ungetrübtes Schneevergnügen: 
Rauriser Hochalmbahnen

Das Raurisertal gilt als „Goldstück“ im Nationalpark. Durch den Goldbergbau in vergangenen Zeiten wird Rauris auch das „das goldene Tal der Alpen“ genannt. Vor etwa 4000 Jahren wurde das Tauerngold entdeckt, der Fund einer Serpentin-Lochaxt lässt darauf schließen, dass schon in der Jungsteinzeit in den Hohen Tauern nach Gold gegraben wurde. Auch die Kelten kannten und nutzten die Gold-,  Silber- und Bleivorkommen rund um Kolm Saigurn und das Raurisertal. Zu römischer Zeit wurde von einem wahren Goldrausch berichtet. Ende des 13. Jahrhunderts begann die Hochblüte des Goldbergbau im Bereich Rauris-Kolm Saigurn. Im Mittelalter war das Raurisertal das größte Goldabbaugebiet Europas.Die letzten Bergknappen verließen die Stollen um 1930. Aber bis heute lockt (im Sommer) das Abenteuer Goldwaschen Touristen an die Ufer der Rauriser Ache. Zahlreiche Spuren des historischen Bergbaus sind bis heute zu sehen: Alte Gewerkehäuser, wie z.B. der Pfarrhof, verschiedene Wohnhäuser oder das Gemeindeamt im Zentrum von Rauris  und andere Reste der Bergmannszeit lassen sich hier besichtigen. ...


Alle Reportagen zum Titelthema Winterwandern in diesem Heft:

Endlich Winter! - Sankt Andreasberg und Braunlage im Oberharz

Winter? Sport! - Allroundtalent Thüringer Wald

Grenzenloses Schneevergnügen - Winter im Westerzgebirge

Winter im Westerwald

Wanderspaß und Schneegestöber - Wintervergnügen im Todtnauer Ferienland, Belchenland und Wieden

Zauberhaftes Wintermärchen - Todtmoos im Südschwarzwald

Goldnuggets und Schneekristalle – Winter im Rauriser Tal

Das Turracher WinterGlück - Schneesicher und hoch oben

Lust auf Winter - Die Ferienregionen Tirolmitte, Mieminger Plateau & Fernpass Seen

Auf leisen Sohlen – Sanfter Winter am Achensee 



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Ausgabe 149

November/Dezember 2009