© Klaus-Peter Kappest

Seelenlandschaft: Westerwälder Impressionen

Ausgabe 150 – Januar/Februar 2010

Deutschland

Der im Mai 2008 eröffnete Westerwald-Steig verläuft auf 235 km von Herborn in Hessen nach Bad Hönningen am Rhein und überquert dabei einmal komplett die abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft des Westerwaldes. Der Qualitätsweg Wanderbares Deutschland,

Blick zum Kloster St. Marienhaus
Blick zum Kloster St. Marienhaus

Im Rengsdorfer Land und im Wiedtal – zwischen Rheintal und Westerwaldhochfläche im Naturpark Rhein-Westerwald – liegen die beiden Orte Rengsdorf und Waldbreitbach, die durch die Wäller Tour „Klosterweg“ verbunden sind. Doch nicht nur das – der sagenhaft schöne Streckenwanderweg verbindet auf seinen gut 17 Kilometern Länge auch zwei ganz besondere Berühmtheiten miteinander: den Rheinsteig und den Westerwald-Steig, die später wie zu einem Dreieck gezeichnet im Rheintal aufeinandertreffen. Die neue Extratour wurde im Mai 2009 eröffnet und im Oktober 2009 vom Deutschen Wanderinstitut mit dem Qualitätssiegel „Premiumweg“ ausgezeichnet. Denn wie auch beim Westerwald-Steig selbst sollen die Wäller Touren allesamt höchsten Wanderansprüchen genügen. Die Zertifizierung garantiert hohe Erlebnisdichte, landschaftliche Schönheit, eine gelungene Dramaturgie der Wegeführung und nicht zuletzt eine perfekte Wanderinfrastruktur. Das heißt im Klartext: unverlaufbare Markierungen, informative Tafeln und Wegweiser, ansprechend gestaltete Rastplätze und ein guter Infoservice.

Wohltat für Körper und Seele

Im Laubachtal
Im Laubachtal

Überraschend bergig, mit saftigen Steigungen und traumhaften Aussichten, zeigt sich der Westerwald hier von seiner schönsten Seite. Von den gemütlichen Rastplätzen kann man sich gleich zu Beginn des Weges ein Bild machen. Doch sowohl im liebevoll angelegten Kurpark von Rengsdorf als auch an der einladenden Grillhütte am Rheinsteig oberhalb des Ortes ist es eigentlich noch zu früh für eine Rast. Im Laubachtal fällt es dann noch einmal schwerer, nicht einfach sitzen zu bleiben und die Einsamkeit der Natur zu genießen. Fast schon postkartenreif schlängelt sich der junge Bach über grüne Auenwiesen durch das waldgesäumte Tal. Talaufwärts ist es dann aber endgültig vorbei mit dem Willen zum strammen Weiterlaufen. Direkt am Pfad steht eine „Baumelbank“. Höher als eine normale Rastbank, ermöglicht sie es dem Wanderer, die Füße einfach in der Luft baumeln zu lassen. Ein tolles Gefühl für Beine und Rücken – und die Seele baumelt ganz automatisch mit. Im weiteren Verlauf des Klosterweges locken noch mehr der „hölzernen Verführungen“ – man sollte also genügend Zeit einplanen....



Weiter geht's in der Print-Ausgabe

Diese Ausgabe ist als Print­version vergriffen, unter www.united-kiosk.de aber komplett als epaper erhältlich.

Ausgabe 150

Januar/Februar 2010