© Klaus-Peter Kappest

Danke, liebe Eiszeit: Wanderland Uckermark

Ausgabe 151 – März/April 2010

Deutschland

Land der vielen Seen, Land der tausend Möglichkeiten, Land der Naturparke und Schutzgebiete. Die Uckermark hat viele Gesichter. 80 km nördlich von Berlin erstreckt sich der am dünnsten besiedelte Landkreis Deutschlands, in dem unberührte Natur und eine g

Für viele Wanderer ist die Uckermark noch ein Geheimtipp. Dabei hat die markante Region viel unberührte Natur, traumhafte Wanderwege und zahlreiche Freizeitmöglichkeiten zu bieten. Klare Seen, ein überraschend hügeliges Relief, ausgedehnte Wälder, ein Naturpark, ein Biosphärenreservat und ein Nationalpark machen die Region zum Abenteuerland für Wanderer, Naturfreunde und Entdecker. Historische Stadtkerne, Herrenhäuser und Schlösser besichtigen oder lieber mit dem Fernglas nach Kranich, Adler und Co. Aussicht halten – da ist für jeden etwas dabei.

Wandern auf hohem Niveau

Das prachtvolle  Boitzenburger Schloss  beherbergt heute ein Hotel
Das prachtvolle Boitzenburger Schloss beherbergt heute ein Hotel

Dass auch abseits der ausgetretenen Mittelgebirgspfade viel in punkto Wandern getan wird, zeigen die rund 1000 km markierte Wanderwege der Uckermark. Auf der Suche nach Ruhe, Einsamkeit und Natur ist man hier genau richtig. Auf rund 220 km führt der Märkische Landweg, der im Sommer 2009 mit dem Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet wurde, einmal quer durch die Uckermark. In zehn Tagesetappen führt er von den Feldberger Seen bzw. Fürstenberg/Havel bis zum Oderufer. Unterwegs warten zahlreiche landschaftliche und kulturelle Highlights. Die an Fjorde erinnernde Seenlandschaft um Feldberg und Lychen, das eizeitlich geprägte, überraschend hügelige Relief zwischen Templin und Wolletz und die sagenhafte Auenlandschaft des unteren Odertales lassen Wanderherzen höher schlagen.

Historisch interessant wird es in den Stadtkernen von Lychen, Templin, Angermünde und Schwedt/Oder. Fast jeder Ort hat gemütliche Einkehrmöglichkeiten und seinen eigenen Badesee – toll an heißen Sommertagen. Wer lieber einzelne Tagestouren unternimmt, findet ganz sicher auf dem „Doppelten Boitzenburger“ sein Wanderglück. Der knapp 30 km lange Rundweg wurde 2009 auf der Messe TourNatur in Düsseldorf von der Jury des Wandermagazins als „Deutschlands Schönster Wanderweg 2009“ in der Kategorie Touren ausgezeichnet. In Boitzenburg mit der Klosterruine Marienpforte, Klostermühle, der Kirche St. Maria auf dem Berg und dem gewaltigen von Arnimschen Schloss beginnen die beiden Schleifen „Kleiner Boitzenburger“ (10,5 km) und „Großer Boitzenburger“ (19,5 km) – zusammen der ausgezeichnete „Doppelte Boitzenburger“.

Der Boitzenburger Tiergarten, ein ehemaliger Hutewald, Carolinenhain, Fasanengarten und Lenné-Park mit Apollotempel bilden die Kulisse für den „Kleinen Boitzenburger. Höhepunkt bei dieser besonders familientauglichen Rundtour ist das Renaissanceschloss Boitzenburg und die Seenkette, die die Schlossinsel umgibt. Der aufgrund seiner Länge sportlich anmutende „Große Boitzenburger“ führt über die Zerwelliner Heide zum Naugartener See. In munterem Auf und Ab führen teils sandige Wege durch die Endmoränenlandschaft. Das kleine Dorf Naugarten mit der wuchtigen Feldsteinkirche lädt zu einer gemütlichen Einkehr. Knorzige uralte Weiden begleiten den Wanderer ab hier durch offenes Ackerland, gesäumt von Schleh- und Weißdornbüschen und mit einmaligem Blick in das mäandernde Stromtal.

Erlebnisraum Natur

Am Rastplatz „Drei-Seen-Blick“ in Potzlow
Am Rastplatz „Drei-Seen-Blick“ in Potzlow

Der Nationalpark Unteres Odertal im Osten der Uckermark ist ein Kleinod in Sachen Flora und Fauna. Der einzige Auen-Nationalpark Deutschlands reicht von Hohensaaten im Süden bis Stettin im Norden und bietet zu jeder Jahreszeit das passende Naturschauspiel. Im Frühling und Herbst ziehen riesige Vogelschwärme über das Land, im Sommer gibt das weichende Wasser rund 200 km Wanderwege frei und im Winter glitzern Eis und Tau über der stillen Einsamkeit der Auenlandschaft. Laubwälder und Trockenrasen wechseln sich ab mit Mooren und feuchten, im Winter meist überfluteten Auengebieten. ...

www.tourismus-uckermark.de
www.wandern-uckermark.de


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Ausgabe 151

März/April 2010