© Klaus-Peter Kappest

Fit & vital: Von wegen frühjahrsmüde!

Ausgabe 151 – März/April 2010

Know How

Jeder kennt das im Frühjahr: Ist es draußen kühl und trüb, und statt Sonne fällt immer wieder Regen, dann sinkt unsere Stimmung schnell auf den Nullpunkt. Ist es dagegen angenehm mild und die Sonne lacht vom blauen Himmel herab, fühlen wir uns prächtig un

Foto: Natalie Glatter
Foto: Natalie Glatter

In unseren Breiten hat das Wetter viele Gesichter. Es verläuft oft abwechslungsreich und wir müssen nehmen wie es kommt. Eigentlich gilt das Wetter und Klima in Deutschland als vergleichsweise gemäßigt und angenehm. Trotzdem kann es sich kurz- oder langfristig durchaus auf den menschlichen Organismus und sein Wohlbefinden auswirken – manchmal  positiv, aber durchaus auch negativ.

Fehlen dem Körper vitalisierende Vitamine, z.B. das im Winter durch zu wenig Sonne im Körper nur unzureichend produzierte Vitamin D, fühlen wir die typische „Frühjahrsmüdigkeit“.

 
Wie das Wetter auf den menschlichen Organismus im Einzelnen wirkt, ist in allen Einzelheiten noch nicht völlig klar. Denn Wetter setzt sich aus mehreren Einzelelementen und Wirkungskomplexen zusammen. Zum „thermischen Wirkungskomplex“ gehören beispielsweise die Elemente Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und die Bewölkung bzw. Strahlungstemperatur, die sehr unterschiedlich Einfluss nehmen. Der „aktinische Wirkungskomplex“ beinhaltet dagegen u. a. das Sonnenlicht, inklusive Infrarot- und UV-Anteil, das auf die Psyche und den Hormonhaushalt wirkt. Ganz typisch zu sehen bei der Frühjahrmüdigkeit. Wichtig zu wissen: Wetter macht nicht krank – ein gesunder Körper trotzt jedem Wetter!
 
Die allgemeine Sensibilität gegenüber dem Wetter und Wetterwechsel hat in den letzten Jahren zwar nicht zugenommen. Allerdings führt unsere moderne Lebensweise, d.h. der überwiegende Aufenthalt in geschlossenen Räumen oder künstlich klimatisierter Umgebung dazu, dass durch mangelnde Reize die natürliche Anpassungsfähigkeit des Körpers und des vegetativen Systems abnimmt.

Auch die zunehmende Allergie gegenüber Pollen ist in diesem Zusammenhang zu sehen. So erklärt sich der Rat der Experten, um bei jedem Wetter fit zu sein und es auch zu bleiben: Viel Bewegung in frischer Luft bei jeweils angemessener Bekleidung, insbesondere auch in der Frühjahrssonne, regelmäßige Saunabesuche, Kaltwasseranwendungen, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und gesunde, ausgewogene Ernährung mit Ballaststoffen und viel Vitaminen.

Mehr Informationen dazu unter www.dwd.de/medizin und www.dwd.de/gesundheit


Gerhard Lux, Dipl.-Meteorologe, ist Pressereferent und Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach am Main.


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Ausgabe 151

März/April 2010