© Klaus-Peter Kappest

Ostallgäu: Wo auf den Bergen Schlösser wachsen

Ausgabe 151 – März/April 2010

Deutschland

Frühlingserwachen in den Allgäuer Bergen. Allmählich kriecht der Blütenrausch aus dem Alpenvorland Meter um Meter nach oben. Letzte Schneefelder blinken aus der Höhe. Lau ist die würzige, frische Bergluft. „Allen Träumen wächst neues Gefieder...“. Farbend

Wanderrast am Alatsee
Wanderrast am Alatsee

Hier im Ostallgäu ist die Bergwelt sanfter, grüner, sonniger. Zwischen Ammergauer und Allgäuer Alpen ragen die Gipfel nur wenig an oder über die 2.000 m auf. Während die Ammergauer Alpen bis knapp unter die Gipfelregion bewaldet sind ziehen sich in den Allgäuer Bergen Bergweiden bis in die Kammregion hinauf. Vils und Lech geben sich bei Füssen und Pfronten ein kurzes Stelldichein. Die Wertach hingegen mäandert von Süd nach Nord durch den gesamten Ostallgäu.

Seenland, Wiesen- und Hügelland  

Burgenregion Allgäu
Burgenregion Allgäu

Der Ostallgäu, von Norden her betrachtet, schaut aus wie ein in Falten gelegtes grünes Tischtuch. Bannwaldsee, Forggensee, Hopfensee, Alpsee, Weissensee oder Alatsee schmiegen sich in die Wurffalten. Dazwischen, darüber und davor ein Meer von saftig grünen, sanft hügeligen Wiesen. Einzelne Hügel tragen ein dichtes Waldkleid und dazwischen getupft, im munteren Wechselspiel mit kleinen und kleinsten Seen liegen die Orte. Im Hintergrund erhebt sich die markant gezackte Gipfelkette der Ammergauer und Allgäuer Alpen. Das ist das Land, wo auf den Bergen Schlösser wachsen.

Schlösser, Burgen & Kirchen

Alpspitzbahn Nesselwang
Alpspitzbahn Nesselwang

Zu den beliebtesten Fotomotiven bayerischer Lande zählen einige Ostallgäuer Kostbarkeiten. Die Wallfahrtskirche St. Coloman in Schwangau zum Beispiel. Die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau schaffen es jährlich auch in die weltweiten Hitlisten. St. Ulrich in Seeg ist ein Juwel des Rokokobaustils, St. Nikolaus in Pfronten nicht zu vergessen. Das Franziskanerkloster, Kloster Sankt Mang und die Heilig Geist Spital Kirche in Füssen, die höchstgelegene Burgruine Deutschlands über dem Vilstal bei Pfronten, das sehenswerte Schloss zu Hopferau – im Lichte des Frühlings erstrahlen die Kunstwerke noch mehr.

Ostallgäuer Wanderfrühling

Nesselwang mit Sicht auf die Zugspitze
Nesselwang mit Sicht auf die Zugspitze

Die ersten Maiwochen diesen Jahres (vom 1. bis 16.5.2010) stehen ganz im Zeichen des Wanderns im Frühling. Von Schwangau bis Nesselwang, von Füssen bis Seeg und rund um Marktoberdorf, Kaufbeuren, Lechbruck und Halblech stehen in diesen beiden Wochen alle Signale auf Wandern. Zusammen mit dem Allgäuer Heimatbund bieten gleich mehrere Gemeinden und Städte geführte Wanderungen an. Wer will, holt sich nur die Anregungen für besonders aufregende Frühlingstouren und tippelt nach Lust und Laune los. Gasthöfe, Pensionen, Hotels und Ferienwohnungen bieten besondere Übernachtungspauschalen an. Wem es gefällt, der begibt sich auf eine mehrtägige Entdeckertour. Wer gerne vom Stammquartier die Aktivitäten startet, schließt sich vor Ort den angebotenen Touren an.

Alpin oder familiengerecht?

Blick auf den Aggenstein in Pfronten
Blick auf den Aggenstein in Pfronten

Die Frühlingswanderer im Ostallgäu können Vogelstimmen- oder Stadtwanderungen machen. Interessant sind die spirituellen Wanderangebote. Ambitionierter dürften die alpinen Tourenangebote sein, während Geo-Caching oder die Bauernhoftour ganz gezielt die Familien ansprechen. Sportlich sind die Nordic Walking-Touren und die ganztägigen Bergabenteuer während die Krimiwanderung im Füssener Seegrund vermutlich die Voraussetzungen zur Bestsellertour hat. Das komplette Programm, mit den Ausgangspunkten, den Themen, Zeitbedarf und Teilnehmerzahl und allen Infos gibt’s online unter www.wanderfruehling.de


Die Reportagen zum Titelthema Frühling in diesem Heft:



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Ausgabe 151

März/April 2010