© Klaus-Peter Kappest

Alles Navi? Comeback der Rasterkarte

Ausgabe 152 – Mai/Juni 2010

Know How

Die gute alte Papierkarte setzt ihr Comeback auf den neuen GPS-Geräten fort. Auf den neuen Oregon-, Dakota- und Coloradogeräten können beliebige Wanderkarten in Ausschnitten übertragen werden (wir berichteten im WM 151 darüber). Nun ist dies auch mit Mag

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Hier haben wir Ihnen den kompletten GPS-Guide zum Herunterladen als PDF-Datei hinterlegt.

Wandermagazin GPS-Guide 2010.pdf (971,21 KB)


Und dieses Übertragen wird nun immer komfortabler, zum Beispiel mit MagicMaps. So ist es nun mit einem neuen, kostenlosen Update (4.06) möglich, Kartenausschnitte aus dem MagicMaps Tour Explorer – und das sind die amtlichen topographischen Karten 1:25.0000 oder 1:50.000 – direkt auf die neuen Garmin-Geräte zu exportieren. Der Effekt: das mühsame Einrichten in Google Earth entfällt. Kleiner Wermutstropfen für Besitzer älterer Garmin-Geräte: bei den eTrex- und Map60-Serien ist dies nicht möglich.
www.magicmaps.de

Neu: TwoNav-Sportiva

Der kleine Bruder des Aventura stammt von Compe GPS und wird vom taiwanesischen GPS-Mausspezialisten Holux hergestellt. Das Sportiva hat ein kleineres, aber ebenfalls sehr helles Display und wird ähnlich wie das Garmin Oregon nur über einen Touchscreen bedient. Das 58 mm x 105 mm x 23 mm große und 124 Gramm leichte Gerät verfügt über einen SirfIII-Chip, Dreiachsen-Kompass, barometrische Höhenmessung und ist wasserdicht nach IPX6 – damit muss es einem bestimmten Druckwasserstrahl standhalten können. Die Stromversorgung erfolgt über einen 1050 mAh starken, wechselbaren Li-Ionen-Akku, der etwa 10 Stunden halten soll. Für Karten- und Datenverwaltung steht ein 2GB großer interner Speicher zur Verfügung, der mit einer bis zu 32GB fassenden MicroSD-Karte erweitert werden kann. Für 379 Euro ist das Gerät in den Läden erhältlich. Im Lieferumfang befinden sich unter anderem eine Fahrradhalterung (mit Schraubsicherung) sowie ein frei wählbares Teilstück aus der 1:25.000er Deutschland-Karte.
www.variotek.de

MyNav 600 und 500: preiswerter und mit Softwareupdate

Der italienisch-deutsche Routingspezialist präsentiert deutlich verbesserte Funktionen für sein GPS-Flaggschiff MyNav600. Über die Software MapManager können nun auch eigene Rasterkarten im Format bmp, jpg, oder tif eingelesen und über drei Punkte geographisch eingemessen werden. Liegen kmz-Dateien von Google vor, wird deren Lageinformation (Georeferenzierung) übernommen. Die Rasterdaten können mit oder ohne Vektordaten dargestellt werden, auch Routingverläufe erscheinen dann auf der Rasterkarte. Individuelle Profile sind speicherbar, eine Tracknavigation durch einfaches Anzeigen des Tracks auf der Karte ist möglich. Die Grundkarte (Navteq Datenbasis: Stand Q2-2009) wird auf Europa West erweitert. Der  Fahrradhalter hat nun kein Kugelgelenk mehr. Damit liegt das Gerät näher am Lenker und ist stabiler befestigt. Der Preis für die Standardversion (mit bis zu drei Topokarten) wurde von 649 Euro auf  599 Euro gesenkt. Dieselbe Software läuft auch auf dem neuen MyNav 500, das mit 220 statt 300 Gramm deutlich abgespeckt wurde. Die Bedienung erfolgt nur noch über drei Tasten.
www.ppmgmbh.com

Navi2Move – Mini-GPS am Handgelenk

Die deutsche Firma O-Synce präsentierte auf der ispo 2010 (Internationale Fachmesse für Sportartikel und Sportmode) in München das neue Navi2Move. Als eine Art Basic-Navigationssystem ist es gerade einmal 45 g leicht und kann mittels eines speziellen Handschuhs bequem am Handgelenk getragen oder am Fahrradlenker befestigt werden. Auch geplante Touren werden unter anderem als gpx-und kml-Dateien importiert. Der GPS-Zwerg zeichnet Strecken auf und besitzt mit 100.000 speicherbaren Trackpunkten eine sehr hohe Kapazität. Der 415 mAh starke, fest eingebaute Akku hält bei vollem GPS-Betrieb etwa elf Stunden. Das nur 69 x 45 x 15 mm große Gerät zeigt auf einem relativ großen (128 x 128 Pixel), beleuchtbaren Schwarzweiß-Display keine Karte, sondern Richtungspfeile zum nächsten Abbiegepunkt. Auch die anderen üblichen Daten wie Geschwindigkeit, Höhe und Distanz sind abrufbar. Fazit: schicke und leichte Orientierung für unterwegs. Handschuh („Control Glove“) und Navi sind auf jeden Fall ein Hingucker. Erhältlich für 149 Euro.
www.o-synce.com

Gelb mit roten Pfeilen – Microsport mit neuem Basic-Navi

Ebenfalls neu: das „Evidence“-GPS der Münchner Firma Microsport. Das 140 Gramm leichte und taschenfreundlich schmale Gerät zeigt keine Karten, aber den Streckenverlauf als Linie an. Zusätzlich weisen acht rote LEDs in Pfeilform die Richtung zum nächsten Streckenpunkt. Der fest eingebaute Lithium-Polymer-Akku soll mit seinen 1650 mAh etwa 20 Stunden durchhalten. Ein barometrischer Höhenmesser und ein elektronischer Kompass sorgen für präzise Höhen- und Richtungsanzeige. Kosten: 179 Euro inklusive Fahrradhalterung und Datenkabel.
www.microsport.de

Mobil auf dem Handy

Nokia stellt seine Ovi-Karten ab sofort kostenlos für seine neuesten GPS-Handys zur Verfügung. Nach der Ankündigung wurden mehr als 1 Million Downloads innerhalb einer Woche verzeichnet. Neu ist auch eine spezielle Fußgängernavigation, wobei die inzwischen zu Nokia gehörenden Navteq-Straßenkarten mit zusätzlichen, nicht-KFZ-bezogenen Wegen verdichtet werden. Die Finnen sehen die Handynavigation nach eigenen Angaben noch schneller wachsen, als sie selbst erwartet hatten.

Wandern mit dem iPhone

Der ADAC-Verlag hat in Zusammenarbeit mit der Firma Alpstein seine ersten digitalen Wanderführer für das iPhone herausgebracht. So können schon jetzt die ADAC Wanderführer Allgäu, Ostsee, Chiemsee/Berchtesgadener Land und Münchener Hausberge für je 9,99 Euro im App Store heruntergeladen werden. Die etwa 450 MB großen Datenpakete enthalten je eine topografische Karte für das gesamte Gebiet im Maßstab 1:25.000, dazu zahlreiche Wandervorschläge.
http://itunes.apple.com/de/app/allgau-adac-wanderfuhrer/id347885330?mt=8 (Allgäu)

Auch GPS-Planungsprogramme, die bislang nur als umfassende PC-Versionen bekannt waren, laufen inzwischen auf dem iPhone, so z.B. die neueste Version von Fugawi (4.5.46) sowie TwoNav von Compe GPS. Auch die Routing-Software Naviki gibt es inzwischen für das iPhone.
www.compegps.com

Apemap auch für Android

Mit Ape@map können sämtliche Kompass-Karten, die neuen OpenStreetMap-Karten und inzwischen auch die Swiss Map Karten der Schweiz auf das Handy übertragen werden. Auch über das Planungsprogramm Touratech können Kartenausschnitte geladen werden. Die Software läuft bereits auf Nokia-, Sony-Ericsson- und Blackberry-Handys und nun auch auf Android-Geräten. Die neue Ape@map-Vollversion erlaubt besseres Zoomen, die Ortsuche und automatisches Drehen der Karten und kostet 19,90 Euro.
www.apemap.com

Trackspace jetzt auch für Touchscreens

Die Handynavigation Trackspace wurde in vielen Funktionen überarbeitet und unterstützt jetzt auch Touchscreens.
www.trackspace.de

Naviki – Fahrrad-Routing wird durch Nutzer optimiert

Auf der CeBit 2010 präsentierte sich das Internetportal Naviki und bietet fahrradspezifisches Routing für ganz Deutschland. Dabei kann man einfach den gewünschten Start- und Zielort eingeben (als Text oder durch Klick in die Karte) und erhält dann eine entsprechende Auskunft innerhalb der Karte sowie als Wegbeschreibung und zum GPS-Download. Darüber hinaus können Nutzer eine individuelle Sammlung eigener Wege anlegen. Eine Besonderheit von Naviki besteht darin, dass alle von Nutzern eingespeisten GPS-Tracks mit dem bereits bestehenden Netz fusionieren und dadurch (neben den für das Fahrrad geeigneten OpenstreetMap-Daten) auch in Routing-Auskünfte eingehen. Naviki ist kostenlos.
www.naviki.org 



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