© Klaus-Peter Kappest

Blick zurück: Wandermagazin-Leserreise nach Madeira

Ausgabe 152 – Mai/Juni 2010

Portugal

Blumenparadies, Insel des ewigen Frühlings, Gebirge im Atlantischen Ozean – die Insel Madeira zieren viele Namen. Dass an den meisten der blumigen Umschreibungen auch etwas dran ist, davon konnten sich im Februar 2010 zwölf Leser des Wandermagazins selbs

Die Ankunft, der erste Abend in Funchal, die meisten der Teilnehmer sehen sich auf Madeira zum ersten Mal. Das Eis ist schnell gebrochen, haben doch alle eine gemeinsame Leidenschaft – Wandern verbindet. Wanderführer Werner von Krauland individuell wandern lebt seit sieben Jahren auf Madeira, kennt die Insel wie seine Westentasche, kann Bedenken bezüglich Wetter und der vergangenen Überschwemmungen aus dem Weg räumen und schürt Vorfreude. Ein gemeinsamer Blick in die Karte – morgen geht‘s los!

Gipfel und Gärten

Die Teilnehmer der Wandermagazin-Leserreise auf Madeira
Die Teilnehmer der Wandermagazin-Leserreise auf Madeira

Die folgenden fünf Wandertage zeigen, wie viele Gesichter Madeira wirklich hat. Zum „Einlaufen” eine leichte Tour durch die terrassenförmigen Felder und Gärten entlang der Levada do Caniçal bei Machico. Windumtost begrüßt am zweiten Tag das Ostkap die Wanderer. Die Landschaft, ganz anders als am ersten Tag, karg und grün, fast irisch anmutend. Hoch hinauf zu den – ausnahmsweise schneebepuderten – Gipfeln der Insel verläuft die „Königsetappe“ – die Wanderung vom Pico do Arieiro über die Bergkette des Pico das Torres zum höchsten Berg Madeiras, dem Pico Ruivo (1.862 m).

Märchenwald und Küstenpfad

Tief unter die Erde führt hingegen der Weg zu den Vinte e Cino Fontes (25 Quellen) im Westen der Insel. Zuerst muss ein 800 m langer Tunnel durchwandert werden, dann geht es entlang einer Levada durch dichten Lorbeerwald und baumhohen Erikabewuchs zu den atemberaubenden Wasserfällen im Märchenwald von Rabaçal. Entlang der Nord/Ostküste auf einem steilen Küstenpfad wandert die Gruppe am letzten Wandertag in spektakulären Windungen immer am Rand der Klippen entlang. Etwas schwindelfrei muss man da schon sein.

Gemeinsam ans Ziel

Wandern verbindet
Wandern verbindet

Sagenhafte Einblicke in die verschiedenen Landschaften Madeiras, der gute Zusammenhalt in der Gruppe und nicht zuletzt die ein oder andere gemütliche Einkehr am Nachmittag machen die Reise für alle zu einem ganz besonderen Erlebnis. Auch kulinarisch ist für jeden etwas dabei: deftiger Fischeintopf und junger grüner Wein, saftige Fleischspieße und schwerer Roter. Oder der berühmte „Schwarze Degenfisch mit Banane” und ein kühles Bier bilden den krönenden Abschluss des jeweiligen Wandertages. Der Abschied fällt allen sehr schwer und der Ruf nach der nächsten Leserreise wird mehrmals laut. Mal sehen – vielleicht im nächsten Jahr? Da wären sicher alle wieder mit dabei – einige haben es schon fest versprochen...

www.krauland.at



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Ausgabe 152

Mai/Juni 2010