© Klaus-Peter Kappest

Praxiseinsatztest Membranjacken: Wind und Wetter trotzen

Ausgabe 153 – Juli/August 2010

Know How

Mittlerweile gibt es zahlreiche atmungsaktive Membranen, die zuverlässig vor Wind und Wetter schützen. Die Palette von Membrankleidung reicht von der wintertauglichen gefütterten Jacke bis zu den Superleichtgewichten, die nur wenige 100 Gramm auf die Waag

Ulrike Poller und Wolfgang Todt beim Testen der Membranjacken
Ulrike Poller und Wolfgang Todt beim Testen der Membranjacken

Neu ist, dass es nun auch Membrankleidung gibt, die sich dehnt. Grund genug, neben drei „normalen“ Membranjacken der leichteren Gewichtsklasse auch zwei „Stretch-Kandidaten“ auf die Teststrecken zu schicken.

Membranjacken im Test:

  • Berghaus Women‘s Paclite® Jacket
  • Columbia Power Terrain Jacket
  • Mountain Equipment Diablo Jacket
  • Patagonia Stretch Ascent Jacket
  • Vaude Women‘s Stretched Infinity Jacket

Ergebnisse des Praxiseinsatztests der Membranjacken

Der Praxiseinsatztest hat gezeigt, dass auch minimalistische Membran-Leichtgewichte volle Funktionalität besitzen. Klar, dass man auf einige Extras verzichten muss, wenn es um jedes Gramm geht. Daher sollte man sich beim Kauf überlegen, für welchen Zweck man sich die Jacke anschafft. Für welche Membran man sich entscheidet, ist den eigenen Vorlieben überlassen, denn Atmungsaktivität und Wasserdichtigkeit ist bei allen vorgestellten Produkten in jeder Hinsicht gewährleistet.

Geht es nur um Regenschutz im Notfall, sind die superleichten Produkte absolut ausreichend. Damit man unter solch einer Membranjacke eine wärmende Mittelschicht anziehen kann, z.B. ein dünnes Fleece, sollte man auf genug Spielraum achten.

Möchte man aber eine Membranjacke z.B. auch bei starkem Wind oder ungewisser Wetterlage als Außenschicht tragen, zahlt es sich aus, auf etwas mehr Komfort zu achten. So sind Unterarm-Zip Lösungen zwar geringfügig schwerer, aber effektiver als die Belüftung über Taschen. Auch Zusatzausstattungen wie Innentaschen bringen Gewicht, aber auch Komfort.

Wer mit einer Membranjacke abseits der Wege unterwegs ist und sie hoher mechanischer Belastung aussetzt, ist sicherlich mit einem robusteren, aber schwereren Material besser bedient als mit einem superleichten Produkt, dessen Belastbarkeit etwas niedriger angesetzt ist.

Ein großer Schritt zu mehr Tragekomfort sind eingearbeitete Stretchbereiche. Diese Produkte sind besonders bei bewegungsintensiven Aktivitäten, z.B. beim Klettern, Langlaufen oder Schneeschuhwandern, interessant.

Der ausführliche Praxiseinsatztest Membranjacken zum Download:

Praxiseinsatztest Membranbekleidung 2010.pdf (1,05 MB)



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Diese Ausgabe ist als Print­version vergriffen, unter www.united-kiosk.de aber komplett als epaper erhältlich.

Ausgabe 153

Juli/August 2010