© Klaus-Peter Kappest

Der Wanderwald: Am Drehkreuz des Wanderns im Naturpark Frankenwald

Ausgabe 154 – September/Oktober 2010

Deutschland

Bis auf den Gesang der Vögel ist nichts zu hören. Himmlische Ruhe und unberührte Natur lassen viel Freiraum zum Eintauchen in die traumhafte Landschaft. Der Wald leuchtet in herbstlichen Farben und das Wetter spielt diesmal besonders gut mit. So soll ein

Lang und gut

Schroffe Felsformationen sorgen für Spannung, Foto: Frankenwald Tourismus
Schroffe Felsformationen sorgenfür Spannung, Foto: Frankenwald Tourismus

Frankenweg, Rennsteig und Fränkischer Gebirgsweg treffen sich im oberfränkischen Untereichenstein/Blankenstein und bilden, zusammen mit dem Burgenweg im Westen, dem Mainwanderweg im Süden und den Europäischen Fernwanderwegen E3 und E6, das Drehkreuz des Wanderns. Frankenweg, Burgenweg und Fränkischer Gebirgsweg sind vom Deutschen Wanderverband e. V. als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifiziert und erschließen die Region auf ganz unterschiedliche Art und Weise.

Während der 520 km lange Frankenweg, der von Untereichenstein/Blankenstein bis zur Schwäbischen Alb führt, die landschaftliche Vielfalt des Frankenwaldes und der Fränkischen Schweiz verbindet, ist der Burgenweg, der auf zwei Routen von Burg Lauenstein nach Kulmbach führt, ein Traum für Kulturfreunde und Burgenfans.

Recht knackig geht es auf dem Fränkischen Gebirgsweg zu, der auf 425 km von der thüringischen Landesgrenze über die Gipfel des Frankenwaldes, des Fichtelgebirges und der Fränkischen Schweiz bis ins Tal der Pegnitz auf der Frankenalb führt.

Geschmackssache

Herbstzauber im Frankenwald, Foto: Frankenwald Tourismus
Herbstzauber im Frankenwald, Foto: Frankenwald Tourismus

Natürlich gibt es auch abseits der großen Wege zahlreiche Wander- und Tourenmöglichkeiten. Mit etwa 4.000 Kilometern markierter Wanderwege dürften im Naturpark Frankenwald keine Wünsche offen bleiben – vom gemütlichen Spaziergang über halb- oder ganztägige Rundwege und spannende Themenwege bis zu den Haupt-Rundwanderwegen und anspruchsvollen Mehrtagestouren ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Apropos Geschmack. Dass die „Genussregion Oberfranken“ die höchste Brauereidichte Deutschlands hat, ist kein Geheimnis. Und nicht nur in Kulmbach, der heimlichen Hauptstadt des Bieres, laden zahlreiche Brauereigaststätten und Biergärten zu einer zünftigen Erfrischung ein.

Am grünen Band

Aussichtsreiche Wanderpause am Großen Hirschsprung, Foto: Frankenwald Tourismus
Aussichtsreiche Wanderpause am Großen Hirschsprung, Foto: Frankenwald Tourismus

Ein besonderes Erlebnis sind Wanderungen mit einem der Natur- und Landschaftsführer der Region. Die wissen zu jeder Sehenswürdigkeit, zu Flora, Fauna, Land und Leuten viel Interessantes zu berichten. Entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze gibt es seit rund vier Jahren die Möglichkeit zu einem besonders spannenden Wandererlebnis.

Die Naturparke Frankenwald, Thüringer Wald und Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale sind Teil des Grünen Bandes, das sich entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs mit über 8.500 Kilometern quer durch Europa zieht.

Im Frankenwald wurden Natur- und Landschaftsführer zu sogenannten „Grenzgängern“ ausgebildet, die auch abseits der üblichen Wege mit Wanderern im Unterholz unterwegs sind und Geschichte hautnah erlebbar machen: Was passierte an den massiven Grenzschutzanlagen während der deutsch-deutschen Teilung? Wie haben es die Menschen auf beiden Seiten erlebt? Und wie entstand die einmalige Naturlandschaft im ehemaligen Todesstreifen?

Wissbegierige Naturfreunde gehen mit den Grenzgängern im fränkischen Abschnitt des Grünen Bandes auf Entdeckungstour zur deutsch-deutschen Geschichte und erleben die einzigartige Flora und Fauna, die sich über Jahrzehnte der erzwungenen Ruhe entwickelt hat.

Infos zu geführten Touren und buchbaren Pauschalen
www.frankenwald-tourismus.de

www.erlebnisgruenesband.de

Weitere Links zum Thema Wandern
www.frankenweg.de


www.fraenkischer-gebirgsweg.de



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Ausgabe 154

September/Oktober 2010