© Klaus-Peter Kappest

Ostschweiz: Herbstliches Heidiland

Ausgabe 154 – September/Oktober 2010

Schweiz

In der faszinierenden Gebirgslandschaft im Grenzgebiet der Schweizer Kantone St. Gallen, Glarus und Graubünden, befindet sich die Tektonikarena Sardona. Auf weltweit einzigartige Weise lassen sich hier Prozesse der Gebirgsbildung beobachten.

Purer Wanderspaß: Sardona Welterbeweg am Kerenzerberg, Foto: Ferienregion Heidiland
Purer Wanderspaß: Sardona Welterbeweg am Kerenzerberg,Foto: Ferienregion Heidiland

Die Ferienregion Heidiland ist ein Paradies für Wanderer. Wenn sich im Herbst die Blätter bunt färben und die letzten warmen Sonnenstrahlen die Bergketten in goldenes Licht tauchen, lohnt es sich, noch einmal die Wanderschuhe zu schnüren.

Geotouren stehen hoch im Kurs, lässt sich doch hier ein Phänomen von Weltformat beobachten: kopfstehende Berge. Die weithin sichtbare „Magische Linie“ entlang der Felswände um den Piz Sardona markiert die Glarner Hauptüberschiebung. Die Kerbe trennt ca. 300 Mio. Jahre altes Verrucanogestein von ca 40 Mio. Jahre altem Flyschgestein. Allerdings liegt das jüngere Material unten - lange Zeit ein Rätsel für die Geologen und so einzigartig, dass es 2008 in die UNESCO-Weltnaturerbe Liste aufgenommen wurde.

Die gut sichtbare Felsformation ist das Herz der Tektonikarena Sardona. Die vielen Berglandschaften, Trockenwiesen, Moore und nationalen Geotope bilden einen wertvollen Lebensraum, wo die Steinböcke nach ihrer Ausrottung in der Schweiz 1911 wieder ausgesetzt wurden.

In den Gebirgsdörfern sind noch viele Siedlungsspuren der Walser erkennbar. Die IG UNESCO-Weltnaturerbe informiert unter www.tektonikarenasardona.ch über die Geo-Stätten im Heidiland.

Geowandern und Augenweiden

Spannende Geowelten: In der Tektonikarena Sardona stehen die Berge kopf, Foto: Ferienregion Heidiland
Spannende Geowelten: In der Tektonikarena Sardona stehen die Berge kopf, Foto: Ferienregion Heidiland

Als Rückgrat für den GeoPark Sardona gilt der Sardona Welterbeweg, markiert als regionale Schweiz Mobil Route Nr. 73. Vom Kerenzerberg bis Flims kann man auf ihm in einer Woche das Kerngebiet des GeoParks durchwandern. Diese – und kürzere Touren – sind seit Sommer 2010 inkl. Unterkunft und Gepäcktransport buchbar.

Nicht nur die geologischen Phänomene machen den GeoPark so wandernswert. Alpweiden, Bergseen und herrliche Panoramen – ob die Murgseen, das Mühlebachtal, das Pizolgebiet oder der Flumserberg, das Karstgebiet bei der Schilsquelle, die Fossilienfundstellen zwischen Schönbühl-, Fanser- und Laui-Fürggli, das Weisstannen- und das Calfeisental, der Heubützli- oder der Foopass – im Heidiland fällt die Entscheidung nicht leicht.

Ein Führer zum GeoPark-Höhenweg mit allen Infos für die Routenplanung ist bei den Tourismusstellen und der GeoPark-Geschäftsstelle erhältlich. Ganz neu: Heidiland-Wanderkarte mit UNESCO Welterbe Sardona, 1:50.000, mit Informationen und Sehenswürdigkeiten zum UNESCO Weltnaturerbe Tektonikarena Sardona. ...
www.heidiland.com


Weitere Reportagen zum Thema Herbst in diesem Heft:

Küsten und Berge: Die Wingst im Cuxland

Weinberge im Farbenrausch: Rheingau-Taunus 

Herbst im Tannheimer Tal: Tirol

Volldampf voraus: Altenbeken

Verborgene Schätze: Teutoburger Wald / Eggegebirge

Natur- und Wanderspaß: Zauberhafter Burgwald

Kunterbuntes Waldspektakel: Naturpark Lahn-Dill-Bergland

Farbenspiele der Natur: Naturpark Nassau

Wie im Märchen: Das Mittlere Fuldatal

Herbst im Heilklima: Ferienland Reichshof-Eckenhagen

Hessens beste Seite: Vogelsberg

Herbst am Ufer der Ems: Rheine im Münsterland

Die Genussregion: Sonnige Untermosel

Ein Herbstgericht: Hohenloher Land

Im Wanderhimmel: Schwarzwald

Die perfekte Wanderkulisse: Allgäu

Herbstliches Kärnten: Hotel St. Oswald in Dad Kleinkirchheim



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Ausgabe 154

September/Oktober 2010