© Klaus-Peter Kappest

Natürlich schön: Wie Pflanzen schön und entspannt machen

Ausgabe 155 – November/Dezember 2010

Know How

Feuchtigkeit speichern, Umwelteinflüsse abwehren und dabei auch taufrisch und entspannt aussehen. Wie das funktioniert, gucken sich Forscher seit Langem von Pflanzen ab. Wie nie zuvor boomen Phytoextrakte in der Wellness- und Kosmetik-Branche.

Ringelblume, Foto: flominator@gmx.net
Ringelblume, Foto: flominator@gmx.net

Jedes Jahr aufs Neue erleben wir eindrucksvoll, zu welch Höchstleistungen die Natur fähig ist: Nach Monaten, in denen alles grau und trist erschien, erwachen Pflanzen zu neuem Leben, und die Welt zeigt sich mit prächtigen Farben. Raffinierte Abwehrmechanismen und effektive Selbsthilfestrategien schützen die Pflanzen vor Hitze, Wind, Kälte und Dürre.

Dass viele Pflanzen Wirkstoffe enthalten, von denen auch der Mensch profitieren kann, weiß man seit Urzeiten. Dank technischem Know-how und neuer Forschung können Dermatologen inzwischen viele Wirkstoffe herausfiltern, die für die Pflanzen den Quell des Lebens bedeuten. Sie wissen nun, welche Pflanze sich welche Wundermittel zunutze macht.

Natürlich und nachhaltig

Weil Gesundheit und Wohlbefinden heute auch mit Umweltbewusstsein und nachhaltigem Lebensstil verbunden werden, stehen Pflegeprodukte mit ökologisch erzeugten Wirkstoffen statt mit synthetischen Duftstoffen, Emulgatoren oder Tensiden hoch im Kurs.

Natürliche Kosmetik setzt auf Phytoextrakte aus Blüten, Blättern und Früchten von Pflanzen. Ihre Wirkstoffe finden sich in Massageölen, sanften Peelings, Cremes, Lotionen oder belebenden Düften wieder.

Viele Hersteller haben sich auf die Produktion rein natürlicher Pflegelinien spezialisiert, die es für Zuhause gibt oder bei professionellen Wellnessanwendungen in Hotels oder Day-Spas verwendet werden.

Feuchtigkeit aus der Wüste

Aloe vera ist eine wahre Wunderpflanze, Foto: iStock/ Peter Mooy
Aloe vera ist eine wahre Wunder-pflanze, Foto: iStock/ Peter Mooy

Damit die Haut prall, straff und möglichst lange faltenlos bleibt, brauchen unsere Zellen ausreichend Wasser. Nummer eins unter den pflanzlichen Durstlöschern ist Aloe vera. Die Wüstenpflanze kommt monatelang ohne Regen aus, da ihre Blätter genügend Wasser speichern.

Für Pflegeprodukte wird aus ihnen das Mark gewonnen, das zu über 95 Prozent aus Wasser besteht. Es spendet Feuchtigkeit und wirkt beruhigend sowie entzündungshemmend auf die Haut.Aloe-Vera-Balsam hat sich bei Brandwunden und von der Sonne strapazierter Haut bewährt.

Anti-Aging aus Marokko

Schönheit aus Natur: Argan, Foto: iStock/Samo Trebizan
Schönheit aus Natur: Argan, Foto: iStock/Samo Trebizan

Ein echtes Naturwunder ist das Öl des marokkanischen Arganbaums: Mit 80% ungesättigten Fettsäuren, Vitamin E und Antioxidantien ist das bernsteinfarbene Öl einmalig als Gourmet-Speiseöl sowie eine bedeutende Ingredienz für Naturkosmetik. Die Inhaltsstoffe wirken zellverjüngend, beleben die Sauerstoffverwertung der Hautzellen und schützen vor freien Radikalen.

Edel und zart

Die Orchidee ist nicht nur wunderschön anzusehen, sie macht auch schön. Das zarte Tropengewächs ist ein wahres Kraftpaket: Die Blüten haben eine extrem lange Lebensdauer, sind äußerst robust gegenüber Umwelteinflüssen und altern praktisch unsichtbar.

Diese Lebensenergie macht Orchideenextrakt zu einem wahren Power-Stoff für Beauty-Produkte: Lotionen mit Orchideenextrakt wirken leicht straffend und beruhigend, versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und verlangsamen den Hautalterungsprozess. Cremeduschen beleben und spenden Feuchtigkeit – die Haut wird zart und geschmeidig.


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Ausgabe 155

November/Dezember 2010