© Klaus-Peter Kappest

Der Jakobsweg in Katalonien: Katalanische Juwelen

Ausgabe 156 – Januar/Februar 2011

Spanien

Viele Wege führen nach Santiago de Compostela. Neben dem berühmten Jakobsweg, der von Roncesvalles oder Somport über Kastilien und León nach Santiago führt, gab es seit jeher weitere Routen zum Jacobusgrab, die dem „Hauptweg“ an kulturellem Reichtum und l

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Von den Ausläufern der Pyrenäen am Naturpark Cap de Creus bis nach Lleida durchzieht dieser Pilgerweg eine Landschaft von beeindruckender Schönheit und Vielfalt. Weite Blicke über Berge und Meer, Streifzüge durch tausendjährige Geschichte in Städten von typisch katalanischer Eleganz, Stille erleben in den Kirchen und Kapellen der katalanischen Romanik, für welche die Region berühmt ist, hochkarätige Kunsterlebenisse – nicht nur in der Dalí-Stadt Figueres – und das atemberaubende Zusammenspiel von Natur und Spiritualität an so emblematischen Orten wie Montserrat, machen den Jakobsweg in Katalonien zu einem einzigartigen Pilgererlebnis.

Der Weg beginnt am Meeresufer, an der Mole des Fischerorts El Port de Selva, dessen weiß getünchte Häuser und steile Straße den Wanderer mit unverwechselbar mediterraner Atmosphäre begrüßen. Durch die spektakuläre Landschaft des Naturparks Cap de Creus führt ein Küstenweg zum ersten großen Höhepunkt des Weges, dem alten romanischen Kloster Sant Pere de Rodes. Viele Legenden ranken sich um die altehrwürdige Abtei, in deren Krypta Reliquien bewahrt wurden, die das Kloster zu einem berühmten mitteltalterlichen Pilgerzentrum machten. Nicht minder beeindruckend ist der unendlich weite Blick, der sich von den alten Mauern auf das Cap de Creus bietet.

Auf ganz andere Art und Weise bewegend ist Figueres, das lebendige Handels-, Tourismus- und Kulturzentrum, das mit dem „Dalí-Theater-Museum“ einen ebenso überraschenden wie unvergesslichen Einblick in das geniale Werk des katalanischen Künstlers ermöglicht. Einen Kontrapunkt zu surrealistischen Sinnesreizen bildet die stille Kirche Sant Pere mit der beeindruckenden Skulpturengruppe Els Dolors.

Girona, die am Fluss Onyar gelegene Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, ist ein weiterer Höhepunkt des Weges. Atemberaubend ist der Kontrast zwischen den labyrinthischen Gassen des Jüdischen Viertels mit ihren wahnwitzig verschachtelten Häusern, die stets in Schatten getaucht scheinen, und der lichten Kulisse farbenfroher Bauten entlang des Flusses, denen ein Hauch von Dekadenz ihren besonderen Charme gibt. Die Stadt lockt jedoch nicht nur mit einer ganzen Reihe bedeutender Baudenkmäler – unter ihnen die größte einschiffig gebaute gotische Kathedrale der Welt, sondern auch mit hochkarätiger katalanischer Küche. ...


Weitere Informationen: www.act.cat www.catalunya.com


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Ausgabe 156

Januar/Februar 2011