© Klaus-Peter Kappest

Grüne Welle: Wie die Natur in die Wohnung kommt

Ausgabe 156 – Januar/Februar 2011

Know How

Wer seine Wohnung nachhaltig und umweltfreundlich gestalten möchte, muss nicht auf schickes Design verzichten. Der neue Ökostyle sieht ganz und gar nicht „öko“ aus. Ein Ausblick auf ein dekoratives Naturspektakel.

Hier treffen sich Familie und Freunde gerne. Foto: hülsta/www.huelsta.de
Hier treffen sich Familie und Freunde gerne. Foto: hülsta/www.huelsta.de

Unser Umweltbewusstsein ist in den letzten Jahren sukzessive gewachsen. Die steigende Angst vor Klimaerwärmung und Umweltkatastrophen führt zu einem Umdenken, und die Nachfrage nach Nachhaltigkeit und Wertigkeit steigt ebenso wie die Sensibilität für Ressourcen. Die Begriffe Bio und Öko haben sich heute zu Prestigesymbolen der modernen Gesellschaft entwickelt. Da wundert es nicht, dass auch beim Einrichten und damit bei Möbeln und Accessoires der Umweltgedanke zunehmend in den Vordergrund rückt. Der Trend geht zu natürlichen Materialien und zu Möbeln, die nachhaltig und ressourcenschonend produziert werden. Naturmöbel sind heute so schick wie noch nie und können ganz locker mithalten mit der Forderung nach Lifestyle-Tauglichkeit, Urbanität und bezahlbarem Luxus.

Holz: Werkstoff Nummer eins

Handtücher mit hohem Bambusanteil. Foto: ikarus Design Handel GmbH
Handtücher mit hohem Bambusanteil. Foto: ikarus Design Handel GmbH

Holz ist der Werkstoff Nummer eins, wenn es um „grünes“ Design geht. Beim Betreten eines Zimmers, das mit Holzmöbeln eingerichtet ist, fühlen sich die meisten Menschen gleich geborgen und wohl. Kein anderes Material erscheint so natürlich. Es fühlt sich gut an, ist biegsam und doch stabil. Positiv für die CO2-Bilanz: Objekte aus natürlichen Rohstoffen können meist mit deutlich geringerem Energieaufwand hergestellt werden als solche aus Kunststoff, Glas oder Stahl. Holz ist aber nicht gleich Holz. Ein wichtiges Kriterium bei der Möbelwah: die Materialherkunft. Aus welchem Land kommt der Rohstoff, wo produziert der Hersteller? Je weiter ein Produkt per LKW, Flugzeug oder Schiff zurücklegt, desto höher die CO2-Belastung. Zu bevorzugen sind daher Hölzer wie Eiche, Kiefer, Buche oder Fichte, die in heimischen Wäldern wachsen. Durch Siegel wie den „Blauen Engel“ und das FSC-Logo erkennen Sie sozial, ökologisch und wirtschaftlich verträgliche Möbel.

Grün und gemütlich

Fußschmeichler – Teppich aus Garn aus Bambus. Foto: Danskina
Fußschmeichler – Teppich aus Garn aus Bambus. Foto: Danskina

Wenn Sie die Wohnung vor lauter Bäumen nicht mehr sehen, haben Sie es vermutlich mit dem Zurück-zur-Natur-Look übertrieben. Damit die eigenen vier Wände vielseitig, umweltschonend und vor allen Dingen gemütlich werden, hat sich ein abwechslungsreicher Materialmix bewährt. Hoch oben auf der Favoritenliste der Hersteller für ökologische Accessoires stehen Seegras, Kokosfasern, Treibgut, Hanf, Leinen, Seide und Baumwolle. Die Kombination von Lampen, Vorhängen, Deko-Accessoires, Wand- und Fußbodenbelägen aus derart natürlichen Materialien lässt einen Raum angenehm warm und gemütlich erscheinen. ...


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Ausgabe 156

Januar/Februar 2011