© Klaus-Peter Kappest

Der Malerweg in der Sächsischen Schweiz

Ausgabe 157 – März/April 2011

Deutschland

Wir brauchen unbedingt mehr Pausen! Zum einfach „Vorbeilaufen” ist es nämlich in diesem Teil des Elbsandsteingebirges viel zu schön. Das dachten sich schon Maler der Romantik, wie Caspar David Friedrich, Bernardo Bellotto oder Adrian Zingg, die hier ihre

Berühmte Fußstapfen

Blick auf die Basteibrücke vom Ferdinandstein. Foto: Tourismusverband Sächsiche Schweiz/ Frank Exß
Blick auf die Basteibrücke vom Ferdinandstein. Foto: Touris-musverband Sächsiche Schweiz/ Frank Exß

Den Spuren der beiden Schweizer folgten zahlreiche weitere Künstler. Mary Shelly, Richard Wagner, Hans Christian Andersen oder Carl Maria von Weber – die Liste derer, die sich von der herrlichen Naturlandschaft inspirieren ließen, ist lang. So zieht es auch den naturverbundenen Maler Caspar David Friedrich Anfang des 19. Jh. ins Elbsandsteingebirge und es entsteht sein bekanntes Selbstporträt „Wanderer über dem Nebelmeer“.

Bizarre Felsformationen, mächtige Tafelberge, markante Vulkankegel und wildromantische Schluchten machen das Elbsandsteingebirge zum Natur- und Wanderparadies. Was schon damals faszinierte, lässt sich bis heute auf dem Malerweg erleben.

Der 112 km lange, zum „Beliebtesten Wanderweg 2008/2009“ gewählte Weg verbindet die Schaffensorte der Künstler und gleichzeitig die schönsten und aussichtsreichsten Punkte der Region. Er verbindet das gewaltige Felsenmassiv der Bastei, das Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz, mit vielen weiteren landschaftlichen Höhepunkten.

Reise in die Vergangenheit

Morgennebel an der Festung Königstein. Foto: Tourismusverband Sächsiche Schweiz/ Frank Exß
Morgennebel an der Festung Königstein. Foto: Tourismus-verband Sächsiche Schweiz/ Frank Exß

Sächsische Geschichte in ihrer spannendsten und schönsten Form lässt sich am besten in den „5 ohnegleichen“ erleben – den Burgen, Schlössern und Gärten der Region.  Trutzig erhebt sich da die Festung Königstein auf dem gleichnamigen, riesigen Felsplateau. Früher lebten hier Soldaten mit ihren Familien wie in einer kleinen Stadt.

Der prachtvolle Barockgarten Großsedlitz, das malerische Schloss Weesenstein, die geheimnisvolle Burg Stolpen und das ländlich gelegene Barockschloss Rammenau runden das Fünfer-Ensemble ab. Im Schweizerhaus des Berghotels Bastei wurde 2006 eine ständige Ausstellung zur Geschichte des Tourismus und zum Malerweg eröffnet. Und wer sich sein eigenes Landschaftsbild mit nach Hause nehmen möchte, besucht einen der Malkurse am Malerweg.

Hoch hinaus oder sanft entspannt

Tafelberge prägen die Landschaft. Foto: Tourismusverband Sächsiche Schweiz/ Frank Exß
Tafelberge prägen die Landschaft. Foto: Tourismus-verband Sächsiche Schweiz/ Frank Exß

Nicht nur bei Wanderern und Künstlern ist das Elbsandsteingebirge beliebt. Mehr als 1.100 Kletterfelsen mit ca. 18.000 Routen machen die Region zu einer der schönsten und berühmtesten Kletter-Regionen der Welt. Vom Schnupperkurs für Groß und Klein bis zur anspruchsvollen Profi-Route ist für jeden etwas dabei. Radfahrer fühlen sich hier ebenfalls wohl – ob auf dem Elberadweg oder auf den Radrouten im Nationalpark. Neben den Felsen ist das Wasser in der Sächsischen Schweiz ein prägendes Element. Als Landschaftsgestalter oder als Mineralquelle – der Mensch profitiert in jeglicher Form von dem erfrischenden Nass. ...


Mit Tourentipp: Der Malerweg (112 km) ab Pirna


Weitere Infos unter www.malerweg.de, www.elberadweg.de


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Ausgabe 157

März/April 2011