© Klaus-Peter Kappest

Der RheinBurgenWeg: Immer dem Strom nach

Ausgabe 157 – März/April 2011

Deutschland

Den Rhein immer im Blick, die Romantik seines Tals allgegenwärtig und die angenehme Geräuschkulisse der Natur spielt ganz leise ihre Melodien. Die Wanderstiefel stapfen über Stock und Stein auf schmalen Pfaden und über steile Hänge. Zahlreiche Burgen zeu

Reich an Aussichten

Dass die zahlreichen Kuppen, Hügel, Berge und Felswände entlang des Rheins grandiose Aussichten bieten, das ist klar. Doch dass der 2010 als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnete und frisch zertifizierte RheinBurgenWeg viele der schönsten Ausblicke zwischen Remagen und Bingen verbindet, wird erst nach Begehen des rund 200 Kilometer langen Wanderwegs so richtig deutlich.

So lässt sich die größte Schleife, die der Rhein auf seinem Weg zur Nordsee macht, vom Gedeonseck bei Boppard bestaunen. Voll im Blick hat man das Siebengebirge mit dem markanten Drachenfels vom romantischen Rolandsbogen aus – und wahrlich sagenhaft ist der Blick von Urbar bei St. Goar auf die Loreley.

Reich an Geschichte

Seit jeher siedeln sich Menschen an den Ufern von Vater Rhein an. Kein Wunder ist daher die unglaublich große Burgenvielfalt, der der RheinBurgenWeg auch seinen Namen verdankt. Unzählige Zeitzeugen aus Stein, mal als Ruinen, mal als voll intakte Burganlagen, die auch heute noch besichtigt werden können, säumen besonders das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Eine Jahrtausende alte Kulturlandschaft liegt dem Wanderer auf dem RheinBurgenWeg zu Füßen. Der Binger Mäuseturm, die mittelalterliche Stadtmauer von Oberwesel oder die Wernerkapelle in Bacharach – immer wieder passiert der Weg Orte, die schon Romantiker in frühen Tagen besangen und in Bildern festhielten. So wandelt ein jeder Wanderer auf den Spuren von Heinrich Heine, William Turner oder Victor Hugo und wird selbst ein Entdecker einer natürlichen Idylle der Gegenwart.

Reich an Höhepunkten

Wem die zahlreichen Burgen und Aussichten noch nicht genug sind, für den hat der RheinBurgenWeg, der bequem in 13 Tagesetappen erwandert werden kann, noch mehr Erlebnispotenzial zu bieten. Fortgeschrittene Wanderer werden sich über die sportliche Abwechslung auf zwei Klettersteigen, die als Alternative zum Normalweg begangen werden können, sicher freuen.

Alpines Flair versprühen der Oelsbergsteig bei Oberwesel und der Mittelrhein-Klettersteig bei Boppard garantiert. Spannend sind auch der weltgrößte Kaltwassergeysir in Andernach und die imposante Steckeschlääferklamm im Binger Wald. Da der linksrheinische Weg, als Pendant zum Rheinsteig auf der rechten Seite, auch Koblenz streift, können Wanderer 2011 eine Tour auf dem RheinBurgenWeg mit einem Besuch auf der Bundesgartenschau in Koblenz wunderbar verbinden. ...


Weitere Infos unter www.rheinburgenweg.com



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Ausgabe 157

März/April 2011