© Klaus-Peter Kappest

Die Fränkische Schweiz: Burgen, Bier und Berge

Ausgabe 157 – März/April 2011

Deutschland

Zwischen Erlangen, Bamberg und Bayreuth liegt die zauberhafte Landschaft der Fränkischen Schweiz. Umrahmt von den Flüssen Regnitz, Pegnitz und Main türmen sich Karstfelsen und markante Bergkegel, nicht selten von einer Burg oder einer Ruine gekrönt.

Geologie trifft  Geschichte –  Blick auf Tüchersfeld. Foto: Tourismus- zentrale Fränkische Schweiz
Geologie trifft  Geschichte –  Blick auf Tüchersfeld. Foto: Tourismuszentrale Fränkische Schweiz

Die Fränkische Schweiz ist geprägt von den Kalk- und Dolomitfelsen des Weißen Jura. Eine typische Karstlandschaft mit tief eingeschnittenen Flusstälern, kargen Hochflächen und zahlreichen Höhlen mit einem Innenleben aus Tropfsteinen und geriffelten Sinterflächen.

Dabei zeigt die Region bei aller Schroffheit auch oft ihr liebliches Gesicht. Da wechseln sich handtuchgroße Felder mit Weiden und Streuobstwiesen ab. Manchmal murmelt ein Bach neben dem Weg und schwarz-weiße Bilderbuchkühe beäugen neugierig jeden, der am Weidezaun vorbeikommt.

In der kleinteiligen Landschaft der Täler reicht der Blick meist nur bis zur nächsten Flussbiegung, bis zum nahen Fels, dem angrenzenden Waldstreifen. Hat man dann die Hochflächen erklommen, schweift er weit über das grüne Land.

Wanderwelten

Blick vom Walberla aufs  Wiesenttal. Foto: Tourismuszentrale Fränkische Schweiz
Blick vom Walberla aufs  Wiesenttal. Foto: Tourismus-zentrale Fränkische Schweiz

130 Kilometer des berühmten Frankenweges führen durch den Naturpark Fränkische Schweiz und lassen den Wanderer eine der traditionsreichsten und beliebtesten Wanderregionen Deutschlands erleben. Insgesamt hat der Qualitätsweg Wanderbares Deutschland eine beeindruckende Länge von 520 km.

Der „Einstieg“ in die Fränkische Schweiz geschieht im Norden bei Scheßlitz oder im Süden bei Weißenohe/Gräfenberg. Unterwegs warten Schloss Greifenstein bei Heiligenstadt, die Ruinen in Streitberg und Muggendorf und die Burgen in Gößweinstein, Egloffstein und Pottenstein (mit der Teufelshöhle) auf Entdeckung. Durch die Oswaldhöhle geht der Frankenweg sogar hindurch.

Der Fränkische Gebirgsweg ist ebenfalls vom Deutschen Wanderverband zertifiziert. Er beginnt im Frankenwald, führt über das Fichtelgebirge in die Fränkische Schweiz und endet nach 415 km in der Frankenalb. An der Rotmainquelle betritt der Weg die Fränkische Schweiz. Über Obernsees, Wonsees, Hollfeld, Aufseß und Plankenfels verläuft die Route nach Waischenfeld und weiter durchs Ahorntal nach Pegnitz, über Betzenstein und Plech, bis er nach 153 Kilometern die Fränkische Schweiz verlässt.

Zeit zum Genießen

Regionale Produkte und eigene Herstellung stehen hier nicht wieder, sondern immer noch hoch im Kurs. Die Menschen wissen das Gute zu schätzen. Auch das Brot wird oft noch selbst gebacken, die kleinen Backhäuser sind hier nicht nur historischer Schmuck für das Erscheinungsbild des Dorfes, sondern rauchen – meist samstags – noch regelmäßig vor sich hin. Fast jedes Dorf hat seine eigene Metzgerei, Bäckerei und – dafür ist die Region besonders berühmt – Brauerei. ...


Mit Tourentipp: Der Brauereienweg (14 km), Rundtour ab Aufseß


Weitere Infos unter www.fraenkische-schweiz.com


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Ausgabe 157

März/April 2011