© Klaus-Peter Kappest

Tierisches Vergnügen: Lama- und Esel-Trekking

Ausgabe 157 – März/April 2011

Know How

Wie weit spucken Lamas eigentlich? Und sind Esel tatsächlich so stur, wie ihnen nach-gesagt wird? Finden Sie es selbst heraus – bei einer Wanderung mit tierischen Begleitern.

Zwei neugierige Wandergenossen. Foto: Urlaub & Natur/www.urlaubundnatur.de
Zwei neugierige Wandergenos-sen. Foto: Urlaub & Natur/www.urlaubundnatur.de

Erholung vom Alltagsstress, neue Energie tanken, wieder zufrieden und ausgeglichen sein. Klingt verlockend? Dann brauchen Sie ein Lama. Nicht als Haustier, sondern als Wandergefährten. Die flauschigen Vierbeiner aus den südamerikanischen Anden sind inzwischen auch in Europa beliebte Trekking-Begleiter geworden. Die Ruhe und Ausgeglichenheit der edlen Tiere geht auf den Menschen über, und der Kontakt mit ihnen bringt innere Zufriedenheit und Ausgeglichenheit.

Die Sache mit der Spucke

Lamas überwinden fast jedes Hindernis. Foto: Karl-Peter Schneeberger/www.dolomitenlama.at
Lamas überwinden fast jedes Hindernis. Foto: Karl-Peter Schneeberger/www.dolomitenlama.at

Bevor man über das Wandern mit Lamas spricht, sollte zunächst ein womöglich abschreckender Aspekt geklärt werden: Es geht um das lästige Spucken der sonst so ruhigen Genossen. Wer hat schon Lust, sich bei einer Wanderung ständig bespucken zu lassen? Seien Sie beruhigt, Lamas spucken so, wie Hunde beißen. Das heißt, nur wenn Gefahr im Verzug ist, bei Futterneid sowie um die Rangordnung innerhalb der Herde festzulegen und zu verteidigen. Und dann bespucken sie sich auch nur gegenseitig.

Sanft, treu und charakterstark

Lamatrekking in der Jungfrauregion. Foto: Elsbeth Schmutz
Lamatrekking in der Jungfrau-region. Foto: Elsbeth Schmutz

Lamas haben eine außergewöhnliche Ausstrahlung. Die sanftmütigen Tiere sind kontaktfreudig, neugierig, äußerst intelligent und haben eine hohe soziale Kompetenz. Ihr Wesen strahlt eine besondere Harmonie aus. Der Umgang mit ihnen ist unkompliziert und einfach. Und durch ihre beruhigende Art entsteht sehr schnell eine besondere Freundschaft zwischen Mensch und Tier.

Die liebenswerten Tiere mit ihrer weichen, edlen Wolle hinterlassen sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen bleibend positive Eindrücke. Einen tollen Nebeneffekt hat das Wandern mit Tieren übrigens für Familien. Wer Kinder hat, weiß, dass die Kleinen meist schon nach kurzer Zeit nicht mehr laufen wollen und miesepetrig sind. Sobald der Nachwuchs aber die Führleine halten und zwischendurch auch mal obenauf sitzen darf, wird die Tour für die ganze Familie zu einem echten Erlebnis.    

Im Gleichschritt

Was die Lamas mit dem Menschen verbindet: ihre Leidenschaft für das Wandern. Die Vierbeiner haben ihr eigenes Tempo, marschieren langsam und lassen sich nicht hetzen. Wer mit ihnen wandert, muss sich dem anpassen. Eine Tour mit dem Lama gleicht also gewissermaßen einer Entspannungsübung. Ebenfalls äußerst praktisch: die in ihrer Heimat als Lastenträger eingesetzten Tiere transportieren beim Wandern mühelos das Gepäck. Der Wanderer kann daher entspannt ohne schweren Rucksack auf dem Rücken laufen. ...



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Ausgabe 157

März/April 2011