© Klaus-Peter Kappest

Bergland & Bikeland: Wandern und Radeln im Donaubergland

Ausgabe 158 – Mai/Juni 2011

Deutschland

Im Donaubergland zwischen Tuttlingen und Inzighofen, wo die Donau sich tief in die Alb gegraben hat, lockt der Schwäbische Grand Canyon mit weißen Kalkfelsen zum Wandern, Radeln, Klettern und für Bootsfahrten. Auf den höchsten Höhen und in den tiefsten Tä

Donauberglandweg – Wandergenuss pur

Radelspaß pur im „Donaubikeland“. Alle Fotos: Donaubergland Marketing und Tourismus GmbH Tuttlingen
Radelspaß pur im „Donaubike-land“.

In atemberaubender Dichte liegen die Naturwunder und kulturellen Schätze der Schwäbischen Alb im Donaubergland beisammen. Der Donauberglandweg, Qualitätsweg Wanderbares Deutschland, bietet alles, was sich das Wanderherz wünschen kann: traumhafte Fernsichten vom Albrand, die abwechslungsreiche Landschaft des Naturparks Obere Donau, den Blick auf die Felsenformationen im Donautal zwischen Fridingen und Beuron und eine abwechslungsreiche Wegeführung, die mit ihren Auf- und Abstiegen über rund 60 km niemals Langeweile aufkommen lässt.

Immerhin sind auf der gesamten Strecke rund 4.500 Höhenmeter zu meistern. Vom Lemberg, dem mit 1.015 m höchsten Berg der Schwäbischen Alb, führt der Donauberglandweg auf vier Tagesetappen von rund 15 bis 20 km über das „Klippeneck“, den „Dreifaltigkeitsberg“ und den „Alten Berg“, alle in der „Region der 10 Tausender“, und schließlich durch das „Schäfertal“ und „Lippachtal“ hinunter nach Mühlheim an die Donau.

Von dort aus geht es auf den Höhenzügen entlang der Donau durch den wohl eindrucksvollsten Abschnitt des Oberen Donautals weiter bis Fridingen und Beuron, dem Zielpunkt des Donauberglandwegs. Keinesfalls sollte man sich hier einen Besuch des weltberühmten Benediktinerklosters, der Erzabtei Beuron, entgehen lassen.

Der Donau-Zollernalb-Weg

Direkt an den Donauberglandweg schließt sich der Donau-Zollernalb-Weg an. In einer etwa 140 km langen Schleife führt dieser jüngere Bruder des „Donauberglandweges“ auf drei weiteren Etappen zwischen Beuron und Sigmaringen durch Donaulandschaften der Superlative. Danach zweigt er ab, quert Laucherttal und Zollernalb, um schließlich am Lemberg seinen Endpunkt zu finden.

Durch den „Schwäbischen Grand Canyon“

Blick vom Eichfelsen. Foto: Donaubergland Marketing und Tourismus GmbH Tuttlingen
Blick vom Eichfelsen.

Von Beuron, dem Herzstück des Donautales, führt der Weg durch den „Schwäbischen Grand Canyon“, einen burgengekrönten Märchengarten bizarrer Kalksteinfelsen, mit der Ritterburg „Burg Wildenstein“, dem Fürstenschloss Werenwag und dem imposanten Blick vom Eichfelsen als besonderen Höhepunkten.

Die nächste Wegetappe führt von Hausen im Tal durch eine Felslandschaft voll ehrwürdiger Ruinen nach Gutenstein. Durch den wildromantischen Fall schwingt sich der Weg auf zum „Schaufelsen“, einem beliebten Klettergebiet in den höchsten Felswänden des Donautals.

Für das Kunststück, die Felsenlandschaft auf nachhaltige Weise für Kletterer zugänglich zu machen und gleichzeitig den Lebensraum der vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten, die hier ansässig sind, zu erhalten, wurde das Projekt „Schaufels“ mit einem Umweltpreis ausgezeichnet.

Von Gutenstein nach Sigmaringen verläuft eine relativ leichte und kurze Etappe über Inzigkofen mit seinem ehemaligen Kloster. Dort sind die Felsgrotten und der Fürstliche Park mit dem „Amalienfelsen“ und der Teufelsbrücke, die sich schwindelerregend über einen 20 m tiefen Abgrund spannt ein Muss!

Das Etappenziel Sigmaringen ist noch einmal eine Attraktion für sich. Mit der idyllischen Altstadt und der mächtigen Schlossanlage mit ihren imposant aufragenden Türmen lädt Sigmaringen zu einer ausgiebigen Besichtigungstour ein – und natürlich dazu, den Wandertag in einer der traditionellen Gaststätten ausklingen zu lassen. ...


Weitere Infos: www.donaubergland.de


Weitere Reportagen rund um die Donau in diesem Heft:



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Ausgabe 158

Mai/Juni 2011