© Klaus-Peter Kappest

Serbien: Das unbekannte Gesicht der Donau

Ausgabe 158 – Mai/Juni 2011

Republik Serbien

Urlaub in Serbien? Bisher als Reiseziel weitgehend unbekannt, eröffnet das Balkanland zusehends auch für deutsche Touristen neue Rad- und Wandermöglichkeiten. Wilde, unberührte Naturlandschaften warten auf Entdeckung. Zwischen den Gipfeln der weiten Gebir

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Von den endlosen Weiten der Pannonischen Tiefebene mit ihren Wäldern, Feldern und Marschen bis zum spektakulären Djerdap Canyon, dem vielleicht imposantesten Taldurchbruch Europas, reicht die Vielfalt der Naturschönheiten entlang der serbischen Donau, die das Land auf 588 km durchzieht. Im Westen bildet sie streckenweise die Grenze zu Kroatien, im Osten zu Rumänien und Bulgarien.

Wunder der Natur

Die einzigartige Artenvielfalt Serbiens steht in weiten Teilen des Landes unter Naturschutz. Viele markierte Wander- und Radwege führen sanft und umweltfreundlich durch Ausnahmelandschaften von unvergesslicher Schönheit. Fünf Nationalparks zählt das Land, zwei davon liegen im unmittelbaren Einzugsbereich der Donau. Legendär ist der Djerdap National Park, das so genannte „Eiserne Tor“.

Vor Jahrmillionen schnitt hier der Fluss seinen Weg durch die Karpaten, hinterließ harte, hohe Klippen und formte eng zusammengekauerte Riffe in flachen Gewässern, die den Fluss bis ins 20. Jh. hinein nahezu unpassierbar machten. Mit dem großen Djerdap Damm hat man die Donau inzwischen gut gezähmt – die Landschaft mit ihren 200 bis 500 m hohen Felswänden hat dadurch nicht an Faszination verloren.

Wiege der Kultur

Als Wiege der europäischen Kultur kann der Mittellauf der Donau betrachtet werden. An der archäologischen Ausgrabungsstätte Lepenski vir wurden Kultobjekte, Ruinen und Alltagsgegenständen zu Tage gefördert, die über 8.000 Jahre unter der Erde verborgen waren.

Der Reichtum der Naturlandschaften im Einzugsbereich des Flusses gab die besten Bedingungen für frühe kulturelle Blüten, gleichzeitig waren die wilden Wasser der Donau seit jeher eine Herausforderung für die Baumeister. Dennoch gelang es zu Zeiten der Kaiser Tiberius und Trajan im 1. Jh. n. Chr. eine Straße in die Felsschlucht der Donau zu schlagen.

Ein weiteres Relikt der römischen Zeit sind die Reste einer einstigen Donaubrücke, die von 103-105 n. Chr. von Kaiser Trajan erbaut wurde. Die Brücke war 1.100 m lang und überspannte die Donau auf 20 Pfeilern.

Von Königen und Klöstern

Im Mittelalter residierten serbische Fürsten und Könige an den Ufern der Donau. Eindrucksvolles Zeugnis hiervon gibt zum Beispiel die über zehn Hektar große Festung Smederevo aus dem 15. Jh. Naturwunder und identitätsstiftende Kulturschätze finden im Nationalpark Fruska Gora zu einer beeindruckenden Symbiose.

Eine Vielzahl von Klöstern aus dem 16. Jh. repräsentieren auf unnachahmliche Weise die serbisch-orthodoxe Kirche und sind Hüter ihrer Sitten und Traditionen. ...


Weitere Infos: www.serbia.travel


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Ausgabe 158

Mai/Juni 2011