© Klaus-Peter Kappest

Wandern auf den Höhen des Schwarzwaldes: Der Renchtalsteig

Ausgabe 158 – Mai/Juni 2011

Deutschland

Weinberge, Blumenwiesen und Hochweiden, leuchtend grüne Wälder und dunkle Tannenforste durchbrochen von unvergesslichen Schwarzwaldpanoramen prägen den als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichneten Renchtalsteig. Auf rund 100 Kilometern ersc

Wasserspiele am  Renchufer. Foto: Fotoarchiv der Tourist-Informationen Bad Peterstal-Griesbach, Oberkirch & Lautenbach sowie Oppenau
Wasserspiele am  Renchufer

Der in fünf Etappen unterteilte Steig wurde von den Renchtalgemeinden Bad Peterstal-Griesbach, Lautenbach, Oberkirch und Oppenau mit Unterstützung des Schwarzwaldvereins ins Leben gerufen. Ausgestattet mit einer hervorragenden Infrastruktur und einer langen Liste wanderfreundlicher Gastgeber, lädt der Renchtalsteig ein, die abwechslungsreiche Landschaft des Renchtals zu erleben: das Rebland, die Grindenlandschaft mit Feuchtheiden und Bergkiefern, weite offene Hochflächen, sagenumwobene Felswände, Kanzeln und Rücken, Quellen, Wasserfälle und Karseen.

Schlösser, Wein und Akrobaten der Lüfte

Blick ins Renchtal vom Bauernkopf aus. Foto: Fotoarchiv der Tourist-Informationen Bad Peterstal-Griesbach, Oberkirch & Lautenbach sowie Oppenau
Blick ins Renchtal vom Bauernkopf aus

Die erste Etappe startet im Oberkircher Ortsteil Bottenau, welcher  stark vom Weinbau geprägt ist, und führt über die Wallfahrtskapelle St. Wendel zum Schloss Staufenberg in Durbach. Besonders vom 1890 errichteten Moosturm eröffnet sich ein toller Rundblick, der nach dem Orkan Lothar im Jahre 1999 frei geworden ist. Ein wesentlich bunterer und artenreicher Wald wächst hier anstelle der damaligen Monokultur heran. Ein schönes Naturschauspiel.

Die zweite Etappe startet bei den Hugenhöfen in Oppenau, dem Mekka der Gleitschirmflieger. Hier bietet sich Gelegenheit, die Akrobaten der Lüfte zu beobachten, denn der Renchtalsteig führt entlang der Startplätze. Darüber hinaus verwöhnt auch dieser Streckenabschnitt den Wanderer mit weiten Blicken: über Oppenau, über weite Teile des Renchtales und nach Bad Peterstal-Griesbach.

Wasserfälle und Karseen

Historische Altstadt von Oberkirch. Foto: Fotoarchiv der Tourist-Informationen Bad Peterstal-Griesbach, Oberkirch & Lautenbach sowie Oppenau
Historische Altstadt von Oberkirch

Die dritte Etappe führt zunächst steil bergauf und trifft dann auf den Westweg. Besondere Sehenswürdigkeiten am Wegesrand sind der Holchenwasserfall, der Blick auf den Glaswaldsee, ein sagenumwobener Karsee, der einem schwarzen Auge gleich aus dem Wald herausblitzt, und der Rappenschliff, eine senkrecht abfallende Buntsandsteinformation.

Die vierte Etappe führt von der Alexanderschanze zu den Allerheiligen-Wasserfällen. Die Weite und Ruhe der Grindenlandschaft und die mächtigen Allerheiligen-Wasserfälle, die sich 100 m in die Tiefe stürzen, sind die landschaftlichen Highlights dieser Etappe. Empfehlenswert ist ein Abstecher zum Lotharpfad, der die Spuren des Orkans Lothar dokumentiert.

Die fünfte Etappe beginnt mit dem Aufstieg durch die mächtigen Allerheiligen Wasserfäll, die sich 85 m in die Tiefe stürzen. Vorbei am Simmersbacher Kreuz, Dilgerbrunnen und dem Schwalbenstein geht es zum Etappenende, der mächtigen Burgruine Schauenburg, von der Sie einen wunderbaren Ausblick über Oberkirch und die Rheinebene haben.


Mit Übersichtskarte und Tourenbeschreibung des Renchtalsteig


Weitere Infos:

www.bad-peterstal-griesbach.de

www.renchtal-tourismus.de



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Ausgabe 158

Mai/Juni 2011