© Klaus-Peter Kappest

Funktion aus der Natur: Naturfaser Pro und Contra

Ausgabe 159 – Juli/August 2011

Know How

Es ist noch nicht so lange her, da wurden Naturfasern in punkto Funktion kategorisch ausgeschlossen. Spätestens mit dem Aufkommen von Merinowolle und der Suche nach nachhaltigen Lösungen muss man von dem kategorischen Imperativ „keine Naturfasern“ abrücke

Weberei / Foto: HempAge
Weberei / Foto: HempAge

Der Begriff Naturfaser ruft regelmäßig positive Assoziationen hervor. Vorstellungen wie gesunde Umwelt, bäuerliches Leben, Hautverträglichkeit, Gesundheit und Tragekomfort rattern dann in unserem Gehirn ab. Naturfasern sind saubere Fasern aus der Natur – und was aus der Natur kommt, kann nicht schlecht sein. Denkste!


Gleichzeitig stand und steht die Naturfaser im Widerspruch zur Funktionsfaser. Wie kann etwas funktionell sein, was nicht vom Menschen gemacht wurde? Die chemische Industrie wurde und wird besonders eindrucksvoll inszeniert als Heilsbringer des Fortschritts präsentiert. Pharmazie, die bunte Plastikwelt des Spielzeugs oder die schillernden Faserfunktionen basieren auf Stoffen, die vom Menschen „manipuliert“, also verändert wurden – natürlich immer zum Guten. Stimmt das? Denkste!

Fakt ist: Baumwolle ist auch heute noch eine der wichtigsten Grundmaterialien für Bekleidung. Zwar ist ihr Anteil am Weltfaserverbrauch seit Anfang der 1950er Jahre um etwa 50% zurückgegangen, von einst 80% im Jahr 1950 auf knapp 40% heute, aber die jährliche absolute Produktions- und Verarbeitungsmenge blieb mit 18 bis 20 Mio. Tonnen relativ konstant.


Hier können Sie den kompletten Beitrag als PDF herunterladen (641,57 KB)



Weiter geht's in der Print-Ausgabe

Diese Ausgabe ist als Print­version vergriffen, unter www.united-kiosk.de aber komplett als epaper erhältlich.

Ausgabe 159

Juli/August 2011