© Klaus-Peter Kappest

Wasserspiele: Vom Schaufelraddampfer zur Zahnradbahn – zwischen Interlaken und Jungfraujoch

Ausgabe 159 – Juli/August 2011

Schweiz

Land der Superlative! Unten, zwischen Thunersee und Brienzersee, am Ufer der Aare, liegt Interlaken im Berner Oberland. Das Wahnsinns-gemälde von Eiger, Jungfrau und Mönch als ganzjährige Kulisse hat man von hier aus immer im Blick. Oben, das ist dort, wo

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Blaugrün liegen sie da, Thunersee und Brienzersee. Schaufelradampfer pflügen die glasklaren und bis zu 260 m tiefen Alpenrandseefluten. Umsäumt von blühenden Alpwiesen, wo Kühe weiden, malerische Dörfer mit geschnitzten Holzhäusern und sich ewig weiße Berggipfel himmelhoch als Bilderrahmen bemerkbar machen.  Interlaken ist Beleg dafür, dass es die „Bilderbuch-Schweiz“ wirklich gibt.  

What a wonderful world

Die lebendige Stadt mit alpinem Flair zwischen zwei Seen und zu Füßen des weltbekannten Dreigestirns „Eiger, Mönch und Jungfrau“ ist per Bahn oder Kfz einfach zu erreichen. Die Hauptstadt der Wasserspiele ist das Tor für den eisigen, 14 km Luftlinie entfernten Höhepunkt.

Als „Tor zur Jungfrau“  ist Interlaken idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die einmalige Bergwelt der Jungfrau-Region. Dabei können die weißen Riesen ganz aus der Nähe und bequem per Bahn erkundet werden. Man kann unter 65 Hotels von einfach bis luxuriös wählen, und wer’s unkompliziert mag, kann in einem der sieben Hostels und Backpackers einchecken.

Tor zur Jungfrau

Haupttrumpf des Ferienortes Interlaken ist ganz klar seine günstige Lage inmitten des  Berner Oberlandes mit seinen Sehenswürdigkeiten. Ausflüge auf all die mit Bergbahnen erschlossenen Gipfel und Aussichtspunkte der Jungfrau-Region und der Voralpen, Bahnreisen nach Luzern, Bern und Montreux, mit der weißen Flotte über Thuner- und Brienzersee oder spektakuläre Busfahrten über die Alpenpässe. Als Höhepunkte jeden Aufenthaltes in dieser Region gelten die Ausflüge zur höchstgelegenen Eisenbahnstation Europas, dem 3.454 m über Meer gelegenen Jungfraujoch – Top of Europe.

Drehkreuz für den Bergsommer

Segeln, Surfen, Schwimmen oder Tauchen? Das Gletscherdorf Grindelwald liegt nur 30 Bahnminuten entfernt. Anspruchsvolles Bergklettern oder alpine Gletscherwanderungen sind dort ein wahres Erlebnis. Paradiesische Verhältnisse herrschen in Interlaken auch für Rad- und MTB-fahrer. Gleich zwei Routen der nationalen Radwanderroute berühren den Ort. Die perfekt markierten Strecken wie etwa entlang des tiefblauen Brienzersees zu den Giessbachfällen sind Touren, die auch für ungeübte Fahrer höchsten Genuss versprechen. Aber auch hartgesottene Mountain-Biker kommen in der Region auf ihre Kosten.

Kenner meinen, die Fahrt von Interlaken – am Thunersee entlang – über das „Grön“ nach Beatenberg sei eine der schönsten Bike-Touren der Schweiz. Gleitschirmfliegen, Riverrafting, Canyoning, Skydiving oder Hydrospeeden mit einer transparenten Kunststoff-Kugel? Alles ist möglich.

Rückzug in die Idylle

Am Eingang zu den Lütschinentälern bietet das Dorf Wilderswil seinen Gästen schmucke Hotels und exzellente Gourmet-Küche. Auf einer unvergleichlichen Sonnenterrasse hoch über dem Thunersee thront der Ferienort Beatenberg. Vom Hausberg, dem Niederhorn, bietet sich vermutlich der schönste Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Mit dem „Trottibike“ geht es anschließend rasant hinunter ins Tal. Wer den Sommer in Interlaken in aller Ruhe genießen will, zieht sich am besten in die nahe gelegenen Dörfer zurück. Beschaulich geht es auch in Bönigen, einem Dorf am Brienzer See, oder im Fischerdorf Iseltwald zu. Wasser ist das verbindende Element.

Zur Sphinx am Jungfraujoch

Das Jungfraujoch zählt seit knapp 100 Jahren zu den spektakulärsten Ausflugszielen in Europa, mitten in den Alpen, umgeben von den eisbedeckten Gipfeln von Eiger, Mönch und Jungfrau. Seit 2001 gehört die Eisriesenlandschaft zwischen Jungfrau-Aletsch und Bietschhorn zum „UNESCO Welterbe“. Mehr Superlative gewünscht?

Die Jungfraubahn gehört zu den eindrucksvollsten Leistungen der Eisenbahn-ingenieure. Sie führt von der Kleinen Scheidegg durch die weltberühmte Eigernordwand zum Jungfraujoch-Top of Europe, mit 3.454 Meter über Meer die höchstgelegene Bahnstation Europas. Nach 16 Jahren Bauzeit wurde sie bereits 1912 eröffnet. Die Zahnradbahn legt die 12 km bis zur Sphinx, einer Felskuppe mit Observatorium, zu einem großen Teil durch einen aus dem Fels gehauenen Tunnel zurück. Unterbrochen wird die spektakuläre Fahrt durch den Besuch der Aussichtshalle in den Zwischenstationen Eigernordwand und Eismeer. Große Aussichtsfenster bieten einen atemberaubenden Blick auf die Eigernordwand und tief hinab in die Täler von Lauterbrunnen und Grindelwald.


Mit einem Tourentipp der Redaktion


Weitere Infos: www.jungfrau.ch



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Ausgabe 159

Juli/August 2011