© Klaus-Peter Kappest

Isotonische Getränke: Fitness aus der Flasche

Ausgabe 161 – November/Dezember 2011

Know How

Sport macht durstig und ist schweißtreibend. Ob Mountainbiker oder Jogger, Freeclimber oder Bergwanderer – wer sich körperlich anstrengt, der schwitzt – und verliert dabei mehr als nur Wasser.

Foto:  Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM)
Foto: Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM)

Gut zwei Liter Wasser scheidet ein Erwachsener täglich aus. Ist er sportlich aktiv, kommen stündlich bis zu zwei Liter Schweiß zusätzlich dazu. Und in jedem Liter befinden sich rund 1.200 Milligramm Natrium, 160 Milligramm Kalzium und 40 Milligramm Magnesium. Das entspricht etwa einem Drittel des Tagesbedarfs an Natrium, einem Sechstel des Kalzium- und einem Neuntel des Magnesiumbedarfs eines erwachsenen Mannes. Schnell kann es dann bei andauernder körperlicher Belastung zu Engpässen kommen: Die Leistungsfähigkeit sinkt, Muskelschwäche, Zittern und Krämpfe können die Folge sein.

Um die körperliche Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten, steht besonders bei Ausdauerbelastungen das Trinken an erster Stelle. Aber was? Schlichtes Wasser, das dem Körper „nur“ die lebenswichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente liefert, oder isotone Durstlöscher, die neben Mineralien noch andere Inhaltsstoffe wie Vitamine, aber auch Aromastoffe oder Milcheiweiß enthalten – und viele Kohlenhydrate, vor allem Zucker? „Wer in einem Fitness-Studio eine Stunde oder weniger trainiert, kann den Durst mit klarem Wasser löschen und verbrauchte Energie und Nährstoffe durch eine leichte, gesunde Mahlzeit nach dem Training wieder aufnehmen“, sagt Andreas Romankiewicz, Geschäftsführer von Dextro Energy. Wer aber länger als eine Stunde sportlich aktiv sei, komme mit Wasser allein nicht mehr aus, dann sei ein zunehmender Leistungsverlust vorprogrammiert. „Bei Belastungen von zwei und mehr Stunden gehen auch Elektrolyte verloren – ein Getränk muss daher ebenfalls für eine besonders gute Aufnahme von Natrium, Kalium und Magnesium sorgen“, so Romankiewicz.

Foto: Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM)
Foto: Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM)

Sportgetränke sind von der Kohlenhydratzusammensetzung genau so konzipiert, dass die verbrauchte Energie möglichst schnell dem Körper wieder zugeführt werden kann. Das erklären zumindest die Hersteller dieser Getränke. Um zu verstehen, ob und warum das funktioniert, muss man wissen, dass Körperflüssigkeiten wie Blut oder Tränen eine bestimmte Zusammensetzung von Mineralien haben. Enthält eine Flüssigkeit die gleiche Teilchendichte (Konzentration der Mineralien) wie das Blut, hat sie auch den gleichen osmotischen Druck und wird deshalb vom menschlichen Körper besonders schnell aufgenommen. Dieses Prinzip machen sich die isotonischen und Elektrolytgetränke zunutze, die es in Pulverform oder als bereits fertiges Getränk gibt.

Einer der Inhaltsstoffe vieler Isodrinks ist übrigens Traubenzucker, seit Generationen ein Synonym für Sofortenergie. Sportler, Berufstätige und Schüler steigern damit ihre Leistungsfähigkeit und Konzentration. Glukose oder Dextrose, wie der Traubenzucker auch heißt, ist ein natürlicher Zuckerstoff, der über das Blut direkt zu allen Organen und Zellen des Körpers gelangt. Auch andere Zucker wie Maltodextrin und Fruchtzucker sind in den meisten Sportgetränken enthalten. ...



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Ausgabe 161

November/Dezember 2011