© Klaus-Peter Kappest

Auf die sanfte Tour: Nordzypern – die Weiten des Karpaz

Ausgabe 162 – Januar/Februar 2012

Zypern

„Man müsste malen können!“, denkt man beim Blick auf die sanft gewellten Wiesen und Felder des Karpaz, deren zarte Grün-, Braun- und Beigetöne sich in immer neuen Schattierungen von einem tiefblauen Himmel abheben. In die geschwungenen Muster mischen sic

Link-Tipp

Hier geht's zum Beitrag „Nordzypern: Auf die sanfte Tour“ im blätterbaren Flashmagazin WM-Live 162.

Dennoch ist die Landschaft im Wandel begriffen. Die breite Asphaltstraße, auf der unser Wagen fast lautlos durch die Weiten des Karpaz rollt, wurde erst vor kurzem fertig gestellt. Die einen sehen in ihr eine längst fällige Verbesserung der Infrastruktur, andere einen unzulässigen Eingriff in Nordzyperns bedeutendstes Naturschutzgebiet. Die äußerste Spitze des einsamen Karpaz mit seinen weiten Feldern und Wiesen, den langen, feinsandigen Stränden, an denen Schildkröten nisten, den Felsenbuchten, über denen die seltene Adouin-Möwe ihre Kreise zieht und Küstenwäldern, in denen die Wildesel Zuflucht gefunden haben, ist auf dem Papier Nationalpark. Dessen Interessen haben sich jedoch oft genug der nordzyprischen Realität anzupassen. Das Gebiet soll touristisch erschlossen werden, und für den Moment bleibt nur zu hoffen, dass sich die Verfechter eines sanften Ökotourismus gegen jene durchsetzen können, die das Potenzial der langen, feinen Sandstrände des Karpaz für einen eher auf Masse ausgelegten Pauschaltourismus nutzen wollen.

Sanft reisen

Noch nisten die Schildkröten ungestört an den geschützten Stränden und der Ökotourismus hat sich in einigen Orten bereits fest etabliert. Bestes Beispiel hierfür ist Büyükkonuk. Tradition und  althergebrachte Zyklen der Landarbeit prägen noch heute das Leben im Dorf. Zwar ist die Moderne an Büyükkonuk nicht spurlos vorübergezogen, doch man ist sich hier der Tatsache bewusst, dass man mit den lokalen Bräuchen und Kulturtechniken einen wahren Schatz hütet. Der traditionell nachhaltige Umgang mit den natürlichen Ressourcen und der feste Wille, ein über die Jahrhunderte angesammeltes Wissen auch für die nächsten Generationen zu erhalten, macht das Dorf zu einem attraktiven Ort für den Ökotourismus, der immer mehr Anhänger findet.

Wer Büyükkonuk besucht, hat die Chance, in die Geheimnisse der zyprischen Kochkunst eingeweiht zu werden, Oliven zu ernten und eine Olivenöl-Mühle in Betrieb zu sehen, Kühe zu melken, Käse selbst herzustellen oder den Experten bei der Herstellung typisch zyprischen Kunsthandwerks über die Schulter zu schauen. All dies natürlich im entspannten, mediterranen Rhythmus, der das Leben des kleinen Dorfes prägt und reichlich Zeit lässt, durch die engen Gassen zu streifen, die traditionelle Architektur zu bewundern und die stille Schönheit der umgebenden Natur zu genießen. ...


Infos zur Region:

Agenturen vor Ort: www.kaleidoskop-turizm.com, www.bellapais-travel.com

Unterkünfte auf  Karpaz: www.karpazekoturizm.com

Reiseanbieter: www.fener-reisen.de, www.lupereisen.com, www.nordzypern-tours.de

Wanderauskunft vor Ort: www.agamaoutdoor.com


Weitere Reportagen zum Titelthema Winterfluchten – ab in den Süden in diesem Heft:



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