© Klaus-Peter Kappest

Hoch im Norden: Region Arctica

Ausgabe 163 – März/April 2012

Norwegen

Der Blick schweift vom Gipfel des Halti weit über die umliegende Felslandschaft. Die Mitternachtssonne taucht die Berge in ein magisches Licht, und obwohl wir schon fast 30 km gelaufen sind, verspürt niemand Lust, schlafen zu gehen. Am Horizont zieht eine

Link-Tipp

Hier geht's zum Beitrag „Hoch im Norden: Region Arctica im Dreiländereck Finnland-Norwegen-Schweden“ im blätterbaren Flashmagazin WM Live 163.

Die Region Arctica an der Grenze von Finnland, Norwegen und Schweden verzaubert Wanderer und Naturfreunde gleichermaßen. In den kurzen Sommern eröffnet sich eine bunte Palette an Wander- und Outdoormöglichkeiten, z. B. eine mehrtägige Trekking-Tour zum Halti, dem höchsten Punkt Finnlands – obwohl der eigentliche Berggipfel in Norwegen liegt. Der Name „Halti“ ist abgeleitet vom finnischen Wort „haltija“, die Samischen Ureinwohner nennen ihn „Halditsohkka“, das bedeutet Elfe oder Schutzgeist.

Auf den Spuren der Sámi

Lappland hat eine durchschnittliche Bevölkerungsdichte von nur zwei Einwohnern pro Quadratkilometer. Da die meisten Menschen jedoch in den größeren Städten leben, sind die ländlichen Regionen fast menschenleer. Vor zweitausend Jahren bewohnten die Sámi, die Urbevölkerung Lapplands, das ganze heutige Finnland. Die ältesten Spuren dieser Volksgruppe, die hauptsächlich als Nomaden mit ihren Rentieren durch Sápmi (Lappland) wanderten, sind ca. 10.000 Jahre alt. Die modernen Rentierhirten sind zwar meist immer noch Sámi, aber Motorschlitten und eine feste Unterkunft sind für sie mittlerweile genauso selbstverständlich wie für den Rest der Bevölkerung. Dennoch pflegen die Sámi bis heute das traditionelle Handwerk und den allgegenwärtigen Joik – ein faszinierender traditioneller Obergesang, der Geister und Elfen heraufbeschwört. Der Joik ist sowohl eine Art des Erzählens und Sich-Erinnerns an Menschen und Ereignisse als auch eine Art der Naturbeschreibung.

Rentiere und Mitternachtssonne

Bis heute ticken hier, rund 300 km nördlich des Polarkreises, die Uhren anders. Natur und Klima spielen eine wesentliche Rolle im Leben der Menschen: kalte, rund sechs Monate andauernde Winter mit endlos dauernden Nächten, zauberhaften Polarlichtern und einem unfassbar klaren Sternenhimmel verlangsamen auch den Rhythmus von Mensch und Tier. Ab April erwacht die Natur zum Leben, die Nächte werden länger, bis es im Juni überhaupt nicht mehr dunkel wird. Wenn der letzte Schnee geschmolzen ist, beginnt die Zeit für ausgedehnte Wanderungen und Streifzüge durch die Natur. Im Juli und August steigt die Temperatur schon mal über 20° C – das richtige Wetter für Trekkingtouren und Nächte im Zelt. ...


Infos zur Region: www.region-arctica.com, www.facebook.com/regionarctica?filter=2



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Ausgabe 163

März/April 2012