© Klaus-Peter Kappest

Geo-Thriller: Fenster in die Urzeit

Ausgabe 166 – September/Oktober 2012

Deutschland

Nein, Steven Spielberg hat seine Trilogie Jurassic Park nicht hier gedreht. Hätte er aber tun können. Tausendfach finden sich versteinerte Ammoniten, Libellen in den Juraschichten des Naturparks Altmühltal. Zu den sensationellen Funden zählen Sciuruminus,

Zwischen Steinschichten warten Fossilien auf Entdeckung. Foto: Fossiliensteinbruch Mühlheim
Zwischen Steinschichten wartenFossilien auf Entdeckung

Vor rund 150 Millionen Jahren bevölkerten Ammoniten, Raubfische und Krokodile das Jurameer. An der Stelle des Naturparks Altmühltal muss man sich eine subtropische Insel- und Lagunenlandschaft vorstellen. Dinosaurier durchstreiften das Land, Flugsaurier, Libellen und die Vorfahren unserer heutigen Vögel beherrschten den Himmel.

Das Album der Urzeit

Der Archaeopteryx wurde nur im Naturpark Altmühltal gefunden. Foto: Jura-Museum
Der Archaeopteryx wurde nur imNaturpark Altmühltal gefunden

Als die urzeitlichen Tiere starben, sanken ihre Körper auf den Meeresgrund, wo zäher Schlamm sie luftdicht umschloss. Schalen und Knochen versteinerten mit der Zeit. Die Kalkschichten pressten Fische, Saurier und Pflanzen flach zusammen. Jetzt, nach Millionen von Jahren, liegt das Album der Urzeitbewohner mit unglaublichen Einblicken vor der staunenden Öffentlichkeit. Ein Schelm, dem nicht spätestens hier die Paläobotanikerin Dr. Ellie Sattler (alias Laura Dern), der Paläontologe Dr. Alan Grant (alias Sam Neill) oder der größenwahnsinnige John Hammond (alias Richard Attenborough) auf der Flucht vor dem gefräßigen Tyrannosaurus Rex aus dem genial gemachten Sciencefiction-Thriler Jurassic Park in den Sinn kommt.

Glücksfall der Geologie

Dohlenfelsen. Foto: Naturpark Altmühltal
Dohlenfelsen

Wie kaum anderswo, so vermittelt die wundervoll wanderbare, extrem zum Wasserwandern geeignete und für Radler nahezu ideale Region des Naturparks Altmühltal ausnahmslos prickelnde Blicke in einen kleinen Ausschnitt von der Entstehung und Veränderung der Mutter Erde. Das ist Geologieunterricht in seiner eindrucksvollsten Form. Spielerisch, die Fantasie inspirierend und mit unglaublichen Fensterplätzen in die Urzeit gesegnet. Kein Wunder also, dass alleine sieben Geotope in der bayernweiten Hitliste der schönsten Geotope im Naturpark Altmühltal zu finden sind. Dazu zählt die sensationell dramatische Weltenburger Enge, der Geniestreich der Donau, die das Kalkgebirge durchdringt. Nicht minder prickelnd ist das Wellheimer Trockental, kennzeichnete es doch den Verlauf der Urdonau, bis sie vor rund zwei Millionen Jahren einen anderen Verlauf schuf. Oder der Burgsteinfelsen, ein 45 m hohes Kalksteinmassiv, ein exzellentes Tagebuch der Geologie aus Stein. Eindrucksvoll ist auch die Felsformation der Zwölf Apostel zwischen Solnhofen und Esslingen über dem Altmühltal. ...


Infos zur Region: www.naturpark-altmuehltal.de

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