© Klaus-Peter Kappest

Der Praxistest: Tagestouren- & Alpinrucksäcke

Ausgabe 167 – November/Dezember 2012

Know How

Der Rucksack ist der große Kofferraum des Wanderers. Es gibt viele Wege, sich den Wandertag zu vermiesen. Der unpassende, falsch justierte, überdimensionierte Rucksack gehört gewiss dazu. Bis zu sechs Monate wurden die sechs Testrucksäcke „geschleppt“.

Und das waren unsere Test-Kandidaten:

Gregory Freia 30 bzw. Fury 32 (1), Osprey Kestrel 28 (M/L) (2), Vaude Maremma 28 (3), Deuter Guide 30+ SL bzw. Guide 35+ (4), Salewa Mountain Guide 38 Pro (5), Mountain Hardwear Direttissima 46 (6)
Gregory Freia 30 bzw. Fury 32 (1), Osprey Kestrel 28 (M/L) (2), Vaude Maremma 28 (3), Deuter Guide 30+ SL bzw. Guide 35+ (4), Salewa Mountain Guide 38 Pro (5), Mountain Hardwear Direttissima 46 (6)

Tageswanderrucksack:

  • Gregory Freia 30 bzw. Fury 32 (1)
  • Osprey Kestrel 28 (M/L) (2)
  • Vaude Maremma 28 (3)
Die Testsieger!
Die Testsieger!

Alpinrucksack: 

  • Deuter Guide 30+ SL bzw. Guide 35+ (4)
  • Salewa Mountain Guide 38 Pro (5)
  • Mountain Hardwear Direttissima 46 (6) 

Den ausführlichen Testbericht finden Sie unter bei uns unter Tipps & Termine in der Rubrik Ausrüstung-Praxistest mit vielen Grafiken und allen Einzelheiten zum Download. 


Was Sie über das Anpassen und Packen wissen sollten!

So passen Sie den Tourenrucksack richtig an:

  • Den Rucksack mit Ballast (z.B. Sandsäckchen, Streusand etc.) beladen und alle Gurte lockern.
  • Den Rucksack aufsetzen und zuerst den Hüftgurt schließen. Dabei unbedingt darauf achten, dass die Hüftflossen seitlich an der Hüfte sitzen (nicht als „Bauchgurt“!). Nun den Hüftgurt stramm anziehen (Tipp: Bei Frauen sitzt er nun in der Regel deutlich unterhalb des Hosengürtels, bei Männern knapp unter dem Hosengürtel, Tendenz nach unten).
  • Erst jetzt zieht man die Schultergurte an und schließt den Brustgurt. Wenn nun das Gewicht zu etwa 90% auf der Hüfte (nicht auf den Schultern!) lastet, sitzt der Rucksack gut. Das kann man prüfen, indem man eine 2. Person bittet, einen Finger unter den Schultergurt zu schieben. Gelingt das problemlos, liegt wenig Gewicht auf den Schultern, der Rucksack „sitzt“.

So packt man den Rucksack korrekt:
Selbst mit einem richtig gut passenden Rucksack, kann eine Tour noch zur Qual werden, wenn das Gewicht falsch verteilt ist. Das Hauptgewicht sollte rückennah und zentral (also etwa zwischen Schultern und Taille) verstaut werden. In Deckelklappe und Bodenfach kommen nur leichtere Gegenstände. Was schnell zur Hand sein muss, sollte gut erreichbar verstaut sein. Oft ist das Wasser zum Trinken das schwerste Gepäck. Optimal sind Trinksysteme, die sich per se an der richtigen Stelle im Rucksack befinden. Wer Flaschen bevorzugt, sollte statt einem großen lieber zwei kleine Behälter rechts und links tragen und abwechselnd daraus trinken.


Kaufberatung

Welcher Rucksack für welchen Einsatz?

  1. Der Rucksack, egal ob groß oder klein, muss passen!
  2. Rucksäcke sollten eine gute Belüftung an Rücken, Schulter- und Hüftgurt haben.
  3. Kleine Rucksäcke (bis 30 Liter) gibt es alternativ mit Netz- oder Polsterbelüftung. Die Lastenkontrolle ist bei Netzbelüftung komplizierter als bei der Polsterbelüftung
  4. Große Rucksäcke und Alpinrucksäcke sollten mit Polsterbelüftung ausgestattet sein!
  5. Für Halbtages- und Tagestouren eignen sich Rucksäcke zwischen 20-30 Litern
  6. Trekker und Weitwanderer ohne Campingausrüstung sollte bis ca. 40 Liter gehen
  7. Trekker und Weitwanderer mit Campingausrüstung benötigen 45 und mehr Liter
  8. Für viele Modelle gibt es auch Damenversionen . (was allerdings in diesem Test nicht das Entscheidungskriterium war).

Hauptunterschiede zwischen Damen- und Unisexmodell:

  • Form & Länge der Schultergurte
  • Winkel & Polsterung von Hüftgurt und Hüftflossen
  • kürzere Rückenlänge
  • kleineres Volumen



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