© Klaus-Peter Kappest

Winterküche am offenen Feuer: Ein Naturerlebnis besonderer Art

Ausgabe 168 – Januar/Februar 2013

Know How

Man könnte denken, dass der Vorteil des Winterwetters vor allem darin liegt, dass man in der kalten Jahreszeit die Wärme und Behaglichkeit der eigenen Behausung besonders zu schätzen weiß. Sehen wir einmal vom Wintersport ab, scheint für Outdoorunternehmu

Draußen kochen ist ein wunderbarer Weg, in der Natur heimisch zu werden. Foto: © www.fotos-mitgeschmack.de, AT Verlag Aarau und München.
Draußen kochen ist ein wunderbarer Weg, in der Natur heimisch zu werden

„Aber nein!“, würde Susanne Fischer-Rizzi sagen. Die Expertin für Wildniswissen und Autorin zahlreicher Bücher zum Thema ist überzeugt, dass jede Jahreszeit die Möglichkeit bietet, sich draußen zu Hause zu fühlen. „Wer sich im Winter draußen ein Feuer entzündet und etwas Heißes zu essen und zu trinken kochen kann, wird sich getrost der Natur anvertrauen und sich an der Stille des Winters erfreuen“, sagt Fischer-Rizzi. Das meint sie ernst. So ernst, dass sie dem winterlichen Kochen am offenen Feuer einen wesentlichen Teil ihres Buches „Wilde Küche – Das große Buch vom Kochen am offenen Feuer“ gewidmet hat. In diesem Buch hat sie nicht nur Rezepte aus aller Welt zusammengestellt, die draussen am besten schmecken; sie zeigt auch Schritt für Schritt, wie das Kochen am offenen Feuer gelingen kann.

Wildniswissen

Wanderreiter sind klar im Vorteil: Kochutensilien und  Scheitholz trägt das Pferde in den Satteltaschen. Foto: © www.fotos-mitgeschmack.de, AT Verlag Aarau und München.
Wanderreiter sind klar im Vorteil:Kochutensilien und Scheitholz trägt das Pferde in den Satteltaschen

Jeder, der Interesse hat, sich auf dieses Abenteuer einzulassen, sollte sich zunächst über die lokalen Bestimmungen zum Feuermachen informieren und diesen Folge leisten. Darüber hinaus gehört für uns Heutige zum Kochen am offenen Feuer eine gute Portion Neugierde, Lernbereitschaft und Spaß am Experiment. Zwar mag man sich fragen, weshalb es uns schwer fallen sollte, uns eine Technik anzueignen, die unsere Vorfahren schon vor 2 Millionen Jahren kannten. Kann es schwerer sein, ein Feuer zu entzünden als ein Smartphone zu bedienen? Es kommt wohl darauf an, auf welches Hintergrundwissen man zurückgreifen kann. Denn schließlich ist beim Umgang mit Feuer nicht einfach nur das Feuer involviert, sondern auch der Boden, auf dem wir das Feuer entzünden, der Wind, die Feuchtigkeit oder Trockenheit der Luft und die Art des Brennholzes, die Einfluss auf die Qualität des Feuers hat, um nur einige Faktoren zu nennen. Wer in der Natur kochen möchte, muss sich folglich zunächst einmal mit all diesen Elementen auf eine neue Art vertraut machen. Da Fischer-Rizzi nicht nur begeisterte Köchin, sondern auch eine wildniserfahrene Frau ist, hat sie ihren verführerischen Rezepten ensprechendes Hintergrundwissen an die Seite gestellt. Darüber hinaus präsentiert sie nicht nur verschiedenste Kochmethoden von der Erdgrube bis zum Dutchoven, sondern verrät auch, wie durch Glutbrennen aus einem gebogenen Ast ein Kochlöffel wird oder aus einem Rindenstück ein Kochgefäß. Wer solche Kenntnisse besitzt, ist nicht auf viel Equipment angewiesen. Aber kann das jeder? ...


Buchtipp:  Susanne Fischer-Rizzi: Wilde Küche.  Das große Buch vom Kochen am offenen Feuer. AT-Verlag
Buchtipp: Susanne Fischer-Rizzi: Wilde Küche. Das große Buch vom Kochen am offenen Feuer. AT-Verlag

Buchtipp: Susanne Fischer-Rizzi: Wilde Küche.

Das große Buch vom Kochen am offenen Feuer. AT-Verlag


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