© Klaus-Peter Kappest

Mit Kind und Kegel: Happy Family

Ausgabe 169 – März/April 2013

Deutschland

Mit einem Kobold durch den wilden Wald, Wisente beobachten, auf einem echten Sturmpfad wandern oder den Geschichten der Ranger lauschen – Siegerland-Wittgenstein ist ein Paradies für Kinder. Themenwege und Erlebnisorte garantieren spannende Naturerfahrung

Auf dem Kyrillpfad wird deutlich, welche Spuren der Sturm 2007 hinterlassen hat und wie sich die Natur ihr Terrain langsam zurückerobert. Foto: Natalie Glatter/Wandermagazin
Auf dem Kyrillpfad wird deutlich,welche Spuren der Sturm 2007 hinterlassen hat und wie sich dieNatur ihr Terrain langsam zurückerobert.

Draußen ist es eigentlich nie langweilig. Da gibt es so viel zu entdecken und zu bestaunen. Aber eine Wandertour, wie Erwachsene sie unternehmen, ist für kurze Kinderbeine meist doch zu anstrengend. Deshalb gibt es viele kinder- und familiengerechte Angebote. Zum Beispiel auf dem nur 2 km langen Märchenwanderweg bei Feudingen. Der Rundweg führt auf schmalen Pfaden zur Ilsequelle. Unterwegs erzählt ein pfiffiger Kobold – der „Kleine Rothaar“ – seine Geschichte und lädt an verschiedenen Erlebnisstationen zu Entdeckungen ein. Der Weg ist ausgestattet mit Infotafeln, Holzbüchern und Schatzkisten. An geheimen Plätzen gilt es, diese Schätze zu finden und den Waldstimmen zu lauschen. Waldwuschel freuen sich über eine neue Frisur und Koboldbücher erzählen z.B. von Otti der Waldeidechse oder Bruno dem Hirsch. Kinder und Erwachsene erfahren in Begleitung des kleinen Kobolds mit dem grünen Rangerhut viel Wissenswertes über die Natur (www.kleiner-rothaar.de). Größere Kinder und sportliche Erwachsene können sich am Kletterfelsen  „Kapplerstein“ bei Bad Berleburg austoben – rund 35 Touren sind mittlerweile an der über 20 Meter hohen Felswand eingerichtet.

Die Rückkehr der Wisente

Beeindruckend und majestätisch – Besucher der Wisent-Wildnis kommen den scheuen Tieren ganz nah. Foto: Tina Scheffler, Wisent Welt Wittgenstein
Beeindruckend und majestätisch– Besucher der Wisent-Wildnis kommen den scheuen Tieren ganz nah

Im Herbst 2012 öffnete die „Wisent-Wildnis am Rothaarsteig“ ihre Tore. Wisente sind die größten Landsäugetiere Europas und vom Aussterben bedroht. Hier leben zurzeit sechs der majestätischen Riesen: Bulle Horno, die drei Kühe Gutelaune, Fasel und Faye sowie das Jungtier Quelle und das sechs Monate alte Kälbchen Quattro, das den Weg aus dem Wald in die Kinderherzen besonders schnell findet. Sie sollen sich in dem rund 20 Hektar großen Wildnis-Areal bis zu einer Größe von zirka zwölf Tieren vermehren. Besucher erwartet in dem naturbelassenen Areal zwischen Aue-Wingeshausen und Jagdhaus ein rund drei Kilometer langer Rundweg, der spannendes Naturerlebnis verspricht. Er führt sprichwörtlich über Stock und Stein, über Bäche, durch Tal und Wald, an Quellmulden vorbei und über krumme und hindernisreiche Wege. Eine wirkliche Wildnis und kein Zoo oder Gehege, so dass gutes Schuhwerk und Trittsicherheit erforderlich sind. Zudem gibt es bauliche Attraktionen wie den „Dachsbau“, einen Tunnel, der unter den Wisenten hindurchführt. Die „Wildnis“ ist das Guckloch in ein für Westeuropa einzigartiges Wisent-Artenschutzprojekt. Derzeit wird eine zweite Herde mit acht Tieren auf ein freies Leben in den Wittgensteiner Wäldern vorbereitet. ...


Wisent-Wildnis. Die Öffnungszeiten der „Wisent-Wildnis“ sind im Sommer Dienstag bis Freitag, von 10 bis 18 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen von 9 bis 18 Uhr. Die Eintrittspreise liegen bei 4,50 Euro für Erwachsene (Großer Wisent) und 2,50 Euro für kürzere Menschen (Kleiner Wisent). Menschenkinder unter 80 Zentimeter haben generell freien Eintritt. Außerdem gibt es u. a. ermäßigte Familienkarten und spezielle Führungen. www.wisent-welt.de


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Ausgabe 169

März/April 2013