© Klaus-Peter Kappest

Grenzenloser Radelspaß: Kammweg & Co. im Erzgebirge

Ausgabe 170 – Mai/Juni 2013

Deutschland

Das Erzgebirge, im Süden Sachsens und an der Grenze zu Böhmen gelegen, bietet ein große Palette an Natur- und Kulturerlebnissen für Radfahrer und Mountainbiker. Ob romantisch entlang der Flüsse und auf den großen Radwegen im Erzgebirge, grenzenlos mit Abs

Erlebnisreich

Foto: E. Braunreuther
Foto: E. Braunreuther

Unterwegs, entlang der zahlreichen Radwege, gibt es viel über die Geschichte der alten Bergbauregion zu erfahren. Historische Bergbaustädte, wie Johanngeorgenstadt, zeugen im Westen des Erzgebirges vom einstigen Reichtum, viele technische Denkmäler und Besucherbergwerke sind eingebettet in romantische Landschaften und lohnen eine Besichtigung. Das westliche Erzgebirge ist dünn besiedelt. Große Waldflächen sorgen für einsame Wege und unmittelbares Natur- und Landschaftserleben. Stauseen liegen eingebettet ins dichte Grün der Wälder und erinnern an schwedische Seenlandschaften abseits der touristisch ausgetretenen Pfade. Kulturfreunde können bei der Besichtigung von Schlössern, Burgen und Museen sowohl auf sächsischer als auch auf böhmischer Seite des Erzgebirges tief in die Geschichte eintauchen. Und nicht zuletzt ist die Region berühmt für ihre zahlreichen Manufakturen von Schwibbögen, Holzspielzeug, Räuchermännchen, Nussknackern und Weihnachtsschmuck.

Auf hohem Niveau

Foto:  Wolfgang Schmidt
Foto: Wolfgang Schmidt

Der vielleicht berühmteste und landschaftlich schönste Radweg des Erzgebirges ist die rund 180 km lange Kammtour. In fünf Etappen führt er von Schöneck im Vogtland über Johanngeorgenstadt, Oberwiesenthal, Jöhstadt und den Kurort Seiffen bis nach Altenberg. Die Strecke verläuft auf ruhigen Waldwegen und wenig befahrenen Nebenstraßen durch die Landschaft des oberen Erzgebirges. Höhenwege mit fantastischen Panoramen wechseln mit stillen Tälern und sind ein Paradies für Naturliebhaber. Teilweise verläuft die Kammtour auf dem Europäischen Fernwanderweg E3 – ein Trekkingrad oder Mountainbike ist also nötig, da nur wenige Abschnitte asphaltiert sind. Auf der gesamten Radtour befindet man sich im Naturpark Erzgebirge-Vogtland mit seinen verblüffenden Weitsichten. Die Kammtour startet in der höchstgelegenen Stadt des Vogtlandes: Schöneck, dem so genannten Balkon des Vogtlandes. Schon die zweite Etappe führt auf tschechischer Seite durch wunderbare Naturschutzgebiete und über die Höhen der Grenzregion – der Blatesky Vrch (Plattenberg) markiert mit 1.042 m den höchsten Punkt der Etappe. Dann erreicht man Oberwiesenthal, die mit 914 m höchstgelegene Stadt Deutschlands. Von hier aus geht es erneut auf tschechischer Seite nach Jöhstadt. Ziel der nächsten Etappe ist Seiffen, das berühmt ist für seine Spielzeugmacher und deren Schauwerkstätten. Ziel der Kammtour ist der Wintersportort Altenberg, der auch im restlichen Jahr viele Outdoor- und Natursportmöglichkeiten bietet. ...


Infos zur Region: www.krusnehory-erzgebirge.eu, www.tourismus-erzgebirge.de


Hier finden Sie weitere Reportagen zum Titelthema "Im Radlerhimmel"



Weiter geht's in der Print-Ausgabe

Diese Artikel finden Sie vollständig in unserem Heft.

Alle zwei Monate neu mit vielen ausgearbeiteten Tourentipps, Kartematerial, Touristeninformationen und natürlich jede Menge wunderschöner Bilder und Eindrücke!