© Klaus-Peter Kappest

Die „Lichtmess-Glocken“: Zu den Schneeglöckchen im Fränkischen Gäuland

Ausgabe 180 – Januar/Februar 2015

Deutschland

Carl von Linné hat das Schneeglöckchen im 18. Jh. als Erster beschrieben und ihm den Namen Galanthus nivalis gegeben. Die Schneeglöckchen gehören wie die Narzissen und Knotenblumen zur Familie der Amaryllidaceae (Narzissengewächse). Aus den Zwiebeln entwi

Foto: Dr. Konrad Lechner
Foto: Dr. Konrad Lechner

Das Schneeglöckchen ist ein Zwiebelgewächs mit schmalen Blättern und weißen Blüten mit sechs Perigonblättern, von denen die drei inneren an der Spitze grün gefleckt sind. Als eine der ersten Frühlingsblumen blüht das Schneeglöckchen oft schon im Februar. Es wird auch häufig in Gärten gepflanzt, ab und zu kommt es auch wild vor. Meistens ist es jedoch verwildert und an bestimmten Standorten eingebürgert. Nach einer Legende hat bei der Erschaffung der Welt das Schneeglöckchen dem Schnee seine Farbe verliehen (oder auch umgekehrt), daher sind Schnee und Schneeglöckchen so gute Freunde, während der Schnee den anderen Blumen feind ist. Mit dem ersten Schneeglöckchen, das man im Frühjahr sieht, soll man sich die Augen auswischen; dann werden sie das ganze Jahr nicht krank, und wenn sie krank sind, so werden sie gesund. Zur Nachahmung sind diese Praktiken jedoch nicht zu empfehlen. In England heißt es, dass man die Schneeglöckchen nicht ins Haus bringen dürfe, sie gelten wegen der weißen Blütenfarbe als Todesboten. Die Slowaken graben die Zwiebeln der Schneeglöckchen aus und geben sie den Kühen, damit ihnen die Zauberinnen nicht die Milch wegnehmen. Ob das den Kühen zuträglich ist darf bezweifelt werden. ...


Mit einem Tourentipp: Botanische Tageswanderung im Fränkischen Gäuland



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