© Klaus-Peter Kappest

Riesig: So viel Wanderwinter gibt es in Nordrhein-Westfallen

Ausgabe 180 – Januar/Februar 2015

Deutschland

Der Westwind treibt die Wolken über den Atlantik. Dabei erwärmt sich die Luft über den wärmeren Wassermassen. Für den Westen Deutschlands und Nordrhein-Westfalen hat das im Winter Konsequenzen. In den höheren Regionen von Eifel, Sauerland, Bergischem Land

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Ich bin weit davon entfernt, jedes Wetter gut zu finden oder mich auf die olle Klamotte mit der richtigen Kleidung zu versteifen. Ich bin aber auch nicht der Sturbock, der meint, Winterwandern könne man ausschließlich mit reichlich Schnee unter den Sohlen.

Wild oder mild?

Für mich stellt sich die Frage nach dem Wetter stets so: Wie ist es aktuell, wie wird es voraussichtlich in den nächsten 24 Stunden. Bei milden oder ganz frostigen Temperaturen und etwas Sonnenschein wähle ich Touren mit Aussicht. Eine Runde auf dem Balkon des Münsterlandes, dem Tecklenburger Land zum Beispiel. Ein Stück Rothaarsteig vor und nach Winterberg, das Oberbergische oder die spektakulären Höhen im Heckenland bei Monschau oder der Rureifel. Die Tage sind vergleichsweise kurz, die Tourenlänge reduziert man je nach Schwierigkeitsgrad auf 10, 12 oder 15 km und rastet unterwegs. Thermoskanne, Thermokissen und sofort ist jeder liegende Baumstamm ein persönlicher Lieblingsplatz. Spannend wird es bei Wildwetter. Wenn es beispielsweise richtig „saut“, der Wind bei einstelligen Plustemperaturen die Tränen in die Augen treibt. Dann vertauscht man die Wanderschuhe mit Stiefeln, sorgt für eine dichte Regenhose und -jacke samt Regenhut oder leistet sich einen der sturmfesten Outdoorschirme und zieht in den nächst gelegenen Wanderwald. Mein Gott, was habe ich für ergötzliche Touren in der Eifel, im Siebengebirge, oben auf der Quellenmeile zwischen Siegerland und Wittgensteiner Land oder im Eggegebirge gemacht. Jetzt ist garantiert keine Socke unterwegs, man trotzt den widrigen Elementen und belohnt sich am Ende in einem urigen Gasthof am prasselnden Feuer mit einem Grog, einem Glühwein und einer Waffel. Nach jeder abziehenden Regenfront sickert kalte Luft ein, das bedeutet für die Höhenlagen mit großer Wahrscheinlichkeit, dass der Regen in Schnee übergeht. Für mich ist das das schönste Ambiente. Allmählich gefriert das Nass an den Ästen, bei jedem Schritt beginnt es vernehmlicher zu knirschen, die Augenbrauen vergrößern sich mit Eiskristallen zu Eis am Haar, die Nase läuft, die Wangen glühen. Was für ein Erlebnis. ...


Infos zur Region: www.dein-nrw.de/winterwandern



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