© Klaus-Peter Kappest

NaturWanderPark delux: Wandern im Schönen und Seltenen

Ausgabe 182 – Mai/Juni 2015

Deutschland

Bizarre Felsengebilde, betörend schöne Orchideen und flatterhafte Meister der Metamorphose – es gibt ein Wanderland im Südwesten, dessen Profil seinesgleichen sucht. Wo sich Südeifel und Luxemburg treffen, lassen sich neun der 23 neuen Premiumwanderwege

Noch hält sich das Kylltal im dichten Morgennebel versteckt. Den Blick von den weit aus dem Berg vorragenden Felsenspornen, den naturgewachsenen Aussichtsbalkonen und steinernen Penthäusern verstellt eine weiß-graue Tarnkappe. Wunderbar.

Zwei Länder – ein Relief

Mystisch, magisch und spannend... Foto: Charly Schleder
Mystisch, magisch und spannend... Foto: Charly Schleder

Was Our und Sauer teilt, gehört geologisch betrachtet zusammen. Im Deutsch-Luxemburgischen Naturpark kommt die Einheit zum Ausdruck. Auf Länderebene bilden der Naturpark Our auf luxemburgischer Seite und der Naturpark Südeifel auf deutscher Seite die nationalen Strukturen. Gleich wie, der Felsentumult auf deutscher Seite findet auf luxemburgischer Seite, kaum dass man die Sauer gequert hat, seine Fortsetzung. Geologie hält sich eben nicht an Landesgrenzen, zumal die gestalterischen Elemente des gemeinsamen Naturwanderparks delux lange bevor es Könige, Kaiser und nationale Regierungen gab schon tatkräftig Hand angelegt haben.

Neunmal grenzenlos

Schloss Weilerbach in der Südeifel. Foto: Charly Schleder
Schloss Weilerbach in der Südeifel. Foto: Charly Schleder

Neun der 23 Premiumwanderwege aus dem Tourennetzwerk des Naturwanderparks delux sind im Wortsinne grenzenlos. Allesamt haben sie Tagestourencharakter und entführen den staunenden Wanderer mal diesseits, mal jenseits der inzwischen unsichtbaren Staatengrenze in eine beeindruckend wilde, unverwechselbare Naturkulisse. Einzigartig sind die sich türmenden Felsgeschosse, die haushohen Höhlen, die verdammt schmalen Felsspalten, durch die man sich hindurchquetscht. Ein Spiel mit den Elementen praller Natur. Hier blanker Fels, dort lichtscheues Moos, üppige Farnstauden, Baumstämme, die sich mit bewundernswerten Haltegriffen gen Himmel recken. Vier Touren liegen links und rechts der Sauer. Fünf erobern das stille und nahezu vollkommen verkehrsfreie Tal der Our. ...


Infos zur Region: www.naturwanderpark.eu



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