© Klaus-Peter Kappest

Andrack wandert mit: Christof und Sebastian Bär

Ausgabe 183 – Juli/August 2015

Know How

Manuel Andrack wandert nun schon seit geraumer Zeit nicht mehr allein wie ein einsamer Wolf, nein, Andrack und das Wandermagazin wandern mit Machern der Outdoor-Branche. Wir alle tragen Jacken, Hosen, Schuhe, Rucksäcke von Marken wie Hanwag, Maier Sport

Christof und Sebastian Bär sind die Geschäftsführer des Schusters aus dem schwäbischen Bietigheim-Bissingen. Ihr Credo: bequeme Fußfreiheit und optimale Passform. Foto: Michael Sänger, Wandermagazin
Christof und Sebastian Bär sind die Geschäftsführer des Schusters aus dem schwäbischen Bietigheim-Bissingen. Ihr Credo: bequeme Fußfreiheit und optimale Passform. Foto: Michael Sänger, Wandermagazin

Outdoor-Klamotten-Hersteller lieben Tiere. Starke Tiere, gefährliche Tiere. Mammuts, Wölfe, Bären. Nur hat sich den Namen der Schuhmarke „Bär“ kein Marketingstratege ausgedacht – die Familie Bär heißt nun mal so wie das Tier, das in unseren Breiten zumeist in der flauschigen Version des Teddys anzutreffen ist. Ich bin mit den Bär-Brüdern Christof und Sebastian am Waldrand verabredet, direkt neben dem Hinweisschild „Bärensträßle“. Wir sind im Schwäbischen, das merkt man schnell. Neben uns glitzert der Bärensee, das kann doch kein Zufall sein. Ist es auch nicht, denn Wegescout Michael Sänger hat eine schicke Wanderrunde in der Nähe des Bär-Schuh-Firmensitzes in Bietigheim-Bissingen gesucht – und die Bärenseerunde am Stuttgarter Wildpark gefunden. Christof Bär kennt die Gegend von ausgiebigen Mountain-Bike-Touren.

Im Stuttgarter Rotwildpark, Friedrich I. ließ ihn anlegen. Foto: Michael Sänger, Wandermagazin
Im Stuttgarter Rotwildpark, Friedrich I. ließ ihn anlegen. Foto: Michael Sänger, Wandermagazin

Viel Zeit bleibt ihm aber nicht mehr für seine Outdoor-Aktivitäten. Denn im Outdoor-Business zu sein, heißt globale Präsenz zu zeigen. Am Folgetag wird Christof nach Indien fliegen, um die eigene (fair + human zertifizierte) Produktionsstätte der Bär-Schuhe zu besuchen. Die beiden Brüder haben sich die Aufgabenbereiche in der Firma aufgeteilt: Christof ist für Entwicklung und Produktion zuständig, Sebastian für Marketing und Vertrieb. In dieser Funktion ist Sebastian am Vortag aus Japan zurückgekehrt. Auch in Nippon steht man auf Bär-Schuhe, man läuft sogar drin, Bär ist Big in Japan. Bär verkauft auch Schuhe in Österreich, Großbritannien und der Schweiz, der größte ausländische Absatzmarkt ist allerdings Frankreich. In Deutschland kann man die Bär-Schuhe über den Katalog bestellen oder in einem der 23 Bär-Shops in deutschen Großstädten testen.

Die „Drei“ vom Bärensee. Foto: Michael Sänger, Wandermagazin
Die „Drei“ vom Bärensee. Foto: Michael Sänger, Wandermagazin

Zwischen Japan und Indien wandern wir nun also am Bärensee. Michael Sänger hat mit geschultem Fotografen-Auge eine uralte Buche entdeckt. Jetzt stehen wir da im Wald herum und sollen nach dem Wunsch des Wandermagazin-Chefredakteurs irgendwas mit dem Baum machen. Fällen wäre nicht fair, hoch klettern zu gefährlich (selbst mit Bär-Schuhen an den Füßen), also versuchen wir uns in der alten Esoterik-Nummer „Baum umarmen“. Vielleicht habe ich mich einfach nicht genug darauf eingelassen, aber ich habe keine Kraftfelder gespürt. Was das angeht, bin ich absolut gefühls-amputiert, ich bin einfach kein Kuscheltyp für Bäume. Auch die Bär-Brüder scheinen mir nicht gerade in eine Bewusstseinsspäre entrückt, dafür sind die beiden zu sehr geerdet. ...



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