© Klaus-Peter Kappest

Regio-Panorama Mecklenburg-Vorpommern: Das Licht des Nordens

Ausgabe 184 – September/Oktober 2015

Ich erinnere mich an die Wanderungen durch die Kühlung bei Kühlungsborn, zwischen „Meer und Salzhaff“ bei Rerik oder durch das Warnow-Durchbruchstal. Strandwandern auf Fischland-Darß-Zingst, Waldwandern ebenda.

 

 

Kap Arkona - nördlichster Punkt Mecklenburg-Vorpommerns. Foto: Klaus-Peter Kappest

Der Hochuferweg auf Rügen, der vielleicht nördlichste Punkt am Kap Arkona oder die melancholische Stimmung beim Durchstreifen der Halbinsel Mönchgut. Magisch angezogen hat mich die Mecklenburgische Seenplatte. Wasserwandern im Müritz-Nationalpark, mit dem Rad an den Dobbertiner See im Sternberger Seenland. 

Die ausgedehnten, nur durch ausgiebiges Baden unterbrochenen Wanderungen mit Freund Ingo vor fünf Jahren in der Mecklenburgischen Schweiz. Noch frisch sind die Erinnerungen an das Dobbertiner Seenland oder die Suche nach Storchennestern in der originellen Lewitz. Die Insel Poel mit Heide- und Waldpartien vor der Ostseeküste, der Schaalsee mit seinen versteckten Buchten, kleinen Inseln und der nahezu überirdischen Stille. Der kleinste gemeinsame Nenner bei dieser Vielfalt zwischen Küstenstrand und Binnensand ist für mich das Licht.

Die Seebrücke von Zingst – das Gefühl aufs Meer zu gehen. Foto: Klaus-Peter Kappest

Das Licht des Nordens. Im Frühjahr und Herbst, wenn Lichtreflexe über das Wasser irrlichtern, wenn alles in ein magisch warmes Licht getaucht scheint. Im Sommer, wenn das Grün, das Blau und die Farbtupfer, die der Mensch in die Landschaft gesetzt hat, unter weißen Wolkenpaketen um die Wette strahlen. Im Winter, wenn der eisige Wind mir die Tränen in die Augen treibt und die Einsamkeit zum Sechser mit Zusatzzahl wird. Ob ich übertreibe? Mitnichten. Man schaue sich die Backsteindome in Rostock oder Wismar an, streife staunend durch die Slawenburg Groß Raden, genieße den Sonnenaufgang von der Viktoria-Sicht im Nationalpark Jasmund und den Sonnenuntergang vom Leuchtturm auf dem Darß.

Regenerative Windenergie aus dem 18. Jahrhundert – die Buddesche Mühle in der Windmühlenstadt Woldegk ist ein Erdholländer und seit 1969 Museumsmühle. Foto: Klaus-Peter Kappest

Mecklenburg-Vorpommern ist ein Naturschatz. Zu Fuß, zu Rad, zu Wasser – suchen Sie sich Ihre Lieblingsaktivität aus. Jede Fortbewegungsform zeitigt ganz eigene Ansichten. Frappierend ist die Perspektive von der Wasserlinie. Sich den Fahrtwind um die Nase streichen lassen und das perfekte Radwandernetz des Bundeslandes im Nordosten nutzen – nur zu. Wie ich am liebsten das Licht des Nordens erlebe? Zu Fuß! Weil es für mich die sinnlichste Bewegungsform ist, die mir Nahes und Fernes zu gegenwärtigen ermöglicht. Lassen Sie sich inspirieren. Jetzt! ...

Die Reportagen zum Regio-Panorama Mecklenburg-Vorpommern in diesem Heft:



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