© Klaus-Peter Kappest

Der Vulkanpfad in der Vordereifel bei Mayen

Ausgabe 185 – November/Dezember 2015

Vulkanpfad-Blick auf Ettringen beim Aufstieg zum Gipfel des Ettringer Bellberges. Foto: Remet/Klaus-Peter Kappest

Vulkanpfad-Blick auf Ettringen beim Aufstieg zum Gipfel des Ettringer Bellberges. Foto: Remet/Klaus-Peter Kappest

Vulkanpfad-Blick auf Ettringen beim Aufstieg zum Gipfel des Ettringer Bellberges. Foto: Remet/Klaus-Peter Kappest

Kottenheimer Büden. Foto: Remet/Klaus-Peter Kappest

Kottenheimer Büden. Foto: Remet/Klaus-Peter Kappest

Kottenheimer Büden. Foto: Remet/Klaus-Peter Kappest

Hier wurde Basalt gebrochen. Das Kottenheimer Winfeld ist sehenswert. Foto: Remet/Klaus-Peter Kappest

Hier wurde Basalt gebrochen. Das Kottenheimer Winfeld ist sehenswert. Foto: Remet/Klaus-Peter Kappest

Hier wurde Basalt gebrochen. Das Kottenheimer Winfeld ist sehenswert. Foto: Remet/Klaus-Peter Kappest

Blick vom Ettringer Bellberg. Foto: Remet/Klaus-Peter Kappest

Blick vom Ettringer Bellberg. Foto: Remet/Klaus-Peter Kappest

Blick vom Ettringer Bellberg. Foto: Remet/Klaus-Peter Kappest

Virtuos & kühn

Die Mayener Mühlsteinbrüche, das Booser Doppel-maar, Basaltabbau, Trasshöhlen – als Vulkanpark hat die Vordereifel überzeugende Beweise für seine höllisch heiße Vergangenheit zu bieten.

Orientierung vom Ettringer Bellberg

Rasch gewinnt der Vulkanpfad an Höhe, hinter mir Ettringen, dessen Architektur viel über vulkanisches Gestein als Baustoff verrät. Statt Baum oder Buschwerk ziert eine Gipfelbank den höchsten Punkt. Im Herbst ist das Gras beim Aufstieg bereits hüfthoch und wiegt sich im Wind. Der Rundumblick aus knapp 428 m Höhe ist gewaltig. Wer weiß, dass es sich hierbei um eine Feuerhölle handelte, die vor rund 200.000 Jahren die Apokalypse los ließ, wird sich mit zunehmender Begeisterung auch das nähere Umfeld genauer anschauen. Nahezu mit Schallgeschwindigkeit schleuderten die Magmakammern in der Erdkruste glühende Lava, Gesteinsbrocken jeglicher Größe und megatonnenweise Asche in die Höhe. Östlich von mir der Kottenheimer Büden, die Ostflanke des einstigen Höllenberges, unter mir der grüne Kraterkessel und Reste von Lavawänden, deren ursprüngliche Gestalt sich mit der explosiven Kraft eines tobenden Vulkans schlichtweg pulverisierte.

Hinein in den Krater und zum Büden

Weit reicht der Blick vom Gipfel in das Mayener Becken und bei klarer Sicht zum Hunsrück und in den Westerwald. Der muntere Vulkanpfad hat weitere Höhepunkte parat. Ganz nahe führt er an den Kottenheimer Büden, an die östliche Kraterflanke heran. Schweißschlacken haben sich erhalten. Es sind versteinerte Lavafetzen. Schlackenbreccien bestehen aus beim Ausbruch in der Luft geformte Lavabomben, die im Flug erstarrten und dann krachend zu Boden fielen. Dabei bildete sich ein gewaltiger Schlackenwall. Während des Zweiten Weltkriegs haben die Kottenheimer sieben Luftschutzräume in den Wall gehauen (die sieben Stuben). Rasch gelangt man in die nächste vulkanische Hinterlassenschaft, das Kottenheimer Winfeld. In diesem ausgedehnten Grubenfeld haben Arbeiter jahrelang den Basalt gebrochen. Die basaltische Mondlandschaft ist beeindruckend. Und? Zu viel versprochen? Die Halbtagestour ist Geologieunterricht allererster Güte und eint Groß und Klein.

Tipp: Das Vulkanpark Infozentrum in Plaidt gibt Einblicke in die vulkanische Vordereifel und liefert viele Ideen für Touren zu Fuß, zu Rad oder mit dem Auto.

Info:

Vulkanpark Infozentrum Rauschermühle
Rauschermühle 6, 56637 Plaidt
Tel. 02632/98 75-0
info@vulkanpark.com
www.vulkanpark.com

Touristik-Büro Vordereifel
Kelberger Str. 26, 56727 Mayen
Tel. 02651/8009-95, Fax /80 09-20
tourismus@vordereifel.de
www.vordereifel.de



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