© Klaus-Peter Kappest

2016 – Wandern zu neuen Zielen

Ausgabe 186 – Januar/Februar 2016

Deutschland

"Neues Jahr, alles auf Anfang – für 2016 stellen wir Ihnen sieben spannende Wanderprojekte vor, die das Zeug haben, Ihr Leben zu verändern. Und los geht’s..."

In den vergangenen Jahren hat eine Form des Wanderns immer mehr Anhänger gefunden, bei der es darum geht, die eigenen Grenzen auszuloten. Um die 40 km lange Wandermarathons und 24-Stunden-Wanderungen stehen inzwischen auf den Event-Kalendern vieler Wanderregionen. Wir haben mit Thorsten Hoyer, dem wohl bekanntesten Pionier der XXL-Wanderung in Deutschland, gesprochen. Er verrät, worauf es ankommt und wie man sich auf dieses „Abenteuer vor der Haustür“ vorbereitet.

Foto: Thorsten Hoyer

Wandermagazin: Thorsten, was macht XXL-Wanderprojekte für dich interessant?
Thorsten Hoyer: Die Hauptmotivation für ist für mich herauszufinden, was möglich ist. Wie kann ich mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln außergewöhnliche Ziele erreichen oder vielleicht sogar einen Traum verwirklichen? Hat man ein Ziel einmal erreicht, dann geht man weiter – vielleicht zu neuen Zielen, die man vorher noch gar nicht sehen konnte. Das gilt nicht nur fürs Wandern, sondern auch für den Alltag. Man kräftigt sozusagen seinen „Zielstrebigkeitsmuskel“ und weigert sich aufzugeben, wenn die Dinge beginnen anstrengend oder ungemütlich zu werden.


Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen, um eine solche XXL-Strecke zu laufen?
Wer gesund und sportlich ist und öfter einmal sechs bis acht Stunden am Stück wandert, kann einen Wandermarathon laufen, egal ob sie oder er nun 15 oder 75 ist.

Wie sollte man sich vorbereiten?
Natürlich ist es sinnvoll, im Vorlauf öfter mal längere Strecken am Stück zu laufen. Aber der Knackpunkt ist die mentale Vorbereitung. Du setzt dir ein hochgestecktes Ziel – und dann stellt sich die spannende Frage, ob du es schaffst. Es hilft, sich die lange Strecke in viele kleine Etappenziele aufzuteilen. Dadurch sammelt man unterwegs viele kleine Erfolge, und jeder motiviert zum Weitermachen. In der Praxis bedeutet das: Studiere, bevor du losgehst, ganz genau die Roadmap, so erkennst du die schönsten Punkte für deine Etappenziele und bist auch auf anstrengende Abschnitte vorbereitet.

Was muss man unterwegs beachten?
Ein Wandermarathon und auch 24-Stunden-Wanderungen sind kein Wettkampf. Lass dich niemals von falschem Ehrgeiz hinreißen, Dinge zu tun, die dir letztlich nicht gut tun. Höre auf die Signale deines Körpers: Eine Blase am Fuß kann die Wanderung zur Qual machen – ein Blasenpflaster hilft, das Unternehmen dennoch gelingen zu lassen. Bei einer richtigen Verletzung ist dagegen der vorzeitige Ausstieg die einzig vernünftige Maßnahme. ...



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