© Klaus-Peter Kappest

Wanderziel Integration

Ausgabe 186 – Januar/Februar 2016

Deutschland

Die Flüchtlingsbewegungen, die im Jahr 2015 Europa erreicht haben, beeinflussen unseren Alltag in unterschiedlichster Hinsicht. Während auf politischer Ebene über Verpflichtungen, Risiken und eine „gerechte Lastenverteilung“ diskutiert wird, gehen die Initiativen für Hilfe und Integration vor allem von den Bürgern aus. Geld- und Kleiderspenden stehen da nur am Anfang des Engagements. Viele Menschen empfinden das Bedürfnis, mehr zu tun. Sie wollen Voraussetzungen für „echte“ Integration schaffen. Was liegt da näher, als mit den Neuankömmlingen die Dinge zu teilen, an denen man selber am meisten Spaß hat?

Ganz oben auf der Liste der Integrationsinitiativen steht natürlich das gemeinsame Fußballspielen. So hat der Deutsche Fußballbund aufgrund der offensichtlichen Nachfrage bereits eine Broschüre zum Thema „Willkommen im Verein! – Fußball mit Flüchtlingen“ herausgegeben. Über dieses völkerverbindende Hobby hinaus finden sich jedoch auch jede Menge anderer spannender Aktionen. Für die Vielzahl der Lieblingsbeschäftigungen, welche die Deutschen mit den Geflüchteten teilen möchten, stehen beispielhaft Projekte  wie „Musizieren mit Flüchtlingen“, „Kochen mit Flüchtlingen“ oder auch „Stricken mit Flüchtlingen“. 

Wandern mit Flüchtlingen – und was es bedeuten kann

Und „Wandern mit Flüchtlingen“? Auch hier gibt es erste Initiativen. Im Newsletter des Landesverbandes Bayern der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine ruft Dr. Dr. Karlheinz Marquardt zu Herbstwanderungen mit Flüchtlingen auf. Heimat ist für den Landschaftsarchitekten und Wirtschaftswissenschaftler ein Thema, das ihn nicht nur auf beruflicher, sondern auch auf persönlicher Ebene seit jeher beschäftigt. Aus eigener Erfahrung weiß er, wie es sich anfühlt, ein Flüchtling zu sein. „Nur wenige Tage vor der letzten großen Schlacht an den Seelower Höhen flohen meine Eltern aus einem östlich vor Seelow gelegenen Ort im Oderbruch“, schreibt er in der Einleitung seines Aufrufs. Der Prozess des „Heimisch werdens“ an einem neuen Ort sei für ihn dann immer mit Wanderfreunden und gemeinsame Erlebnissen in der Natur verbunden gewesen. ...



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