© Klaus-Peter Kappest

Fläming

Ausgabe 187 – März/April 2016

Groß (280 ha Wasserfläche), aber 
flach (1,38 bis 2,00 m tief) ist 
der Blankensee bei Trebbin. Der Schilfrohrgürtel ist teilweise mehrere hundert Meter breit. Ein idealer Schlafplatz 
für Wildvögel. © Klaus-Peter Kappest

Groß (280 ha Wasserfläche), aber flach (1,38 bis 2,00 m tief) ist der Blankensee bei Trebbin. Der Schilfrohrgürtel ist teilweise mehrere hundert Meter breit. Ein idealer Schlafplatz für Wildvögel. © Klaus-Peter Kappest

Groß (280 ha Wasserfläche), aber flach (1,38 bis 2,00 m tief) ist der Blankensee bei Trebbin. Der Schilfrohrgürtel ist teilweise mehrere hundert Meter breit. Ein idealer Schlafplatz für Wildvögel. © Klaus-Peter Kappest

Vom Eis geformt. Eine schwingende Landschaft. Im Mai blühen die Rapsfelder. © Klaus-Peter Kappest

Vom Eis geformt. Eine schwingende Landschaft. Im Mai blühen die Rapsfelder. © Klaus-Peter Kappest

Vom Eis geformt. Eine schwingende Landschaft. Im Mai blühen die Rapsfelder. © Klaus-Peter Kappest

In der Blütezeit besaß das Kloster Zinna bei Jüterbog Dörfer und Ländereien mit einer Gesamtfläche von 300 km2. Das war Anfang des 13. Jahrhunderts. © Klaus-Peter Kappest

In der Blütezeit besaß das Kloster Zinna bei Jüterbog Dörfer und Ländereien mit einer Gesamtfläche von 300 km2. Das war Anfang des 13. Jahrhunderts. © Klaus-Peter Kappest

In der Blütezeit besaß das Kloster Zinna bei Jüterbog Dörfer und Ländereien mit einer Gesamtfläche von 300 km2. Das war Anfang des 13. Jahrhunderts. © Klaus-Peter Kappest

Naturidyll vor den Toren Berlins – Der Hohe Fläming, Nuthe-Nieplitz, Baruther Urstromtal, Niederer Fläming und der Teltow

Wandern in Brandenburg? Die Idee hat mich in den letzten drei Jahrzehnten nicht mehr los gelassen. Dass mich meine Wanderschuhe dabei stets in den Fläming geführt haben, ist kein Zufall. Zu facettenreich sind die Naturräume. Der Hohe Fläming schafft es zwar gerade mal knapp über die 200 m, wirkt aber beim Durchwandern wie ein Mittelgebirge. Da gibt es Täler, einige davon gehören zu den eiszeitlichen Trockentälern, den Rummeln, die sich kilometerlang mit vielen Windungen von den Endmoränen ins Tal erstrecken.

Manche haben Hohlwegcharakter, alle sind sie grün mit teils üppigem Bewuchs. Über einigen hat sich ein Dach aus Buchenwald gebildet. Riesensteine, scheinbar wahllos übers Land verstreut, erinnern an die Zeit, als der Fläming mit einer hunderte Meter dicken Eisschicht bedeckt war. Gletscher aus Skandinavien schoben ungeheure Gesteins- und Geröllmassen vor sich her, einige besonders großkalibrige Steinkolosse haben die Geschicke der Jahrtausende überstanden und liegen noch heute dort, wo den Gletschern die Kräfte versagten. Da ist die wundervolle Wasserwelt des Naturpark Nuthe-Nieplitz.

Keine 20 km von den Stadtgrenzen Berlins entfernt, bietet sich ein Bild köstlicher Stille. Wasser, Fließe, Seen, dazwischen Feuchtwiesen, Moore und Bruchwälder – ein Naturschatz für Naturbeobachter, -genießer und insbesondere für Piepmätze aller Größen. Ein Spektakel sondergleichen im Frühjahr und Herbst sind die allabendlich einfliegenden Kranichschwärme. Der Niedere Fläming ist mit dem 186 m hohen Golmberg nicht wesentlich niedriger als der Hohe Fläming. Doch sind die eiszeitlichen Moränen hier durch die Weichsel-eiszeit „überfahren“ worden. Das Relief ist sanfter, die Dörfer sind dafür umso ursprünglicher, die Windmühlen zahlreicher und die Feldkirchen origineller.

Südlich schließt sich eine weitere vom Eise, besser gesagt von den Schmelzwässern, gestaltete Fläminglandschaft, das Baruther Urstromtal. Wo einst die Wassermassen tosten, ist Stille eingekehrt. Ein Schatz für Ruhesucher. Das gilt auch für den Teltow, dessen Seenparade, Dünen und Torfmoore ebenfalls an die eiszeitlichen Gestalter erinnern. Ist es mir zu verdenken, dass ich mich in dieses Glanzstück der Natur verguckt habe? Tausendfach lässt sich das Wanderbein schwingen und Berlin ist immer in der Nähe. ...


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