© Klaus-Peter Kappest

Konrads botanische Wanderung

Ausgabe 187 – März/April 2016

© Dr. Konrad Lechner

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In der spätwinterlichen Landschaft mit kahlen Bäumen und braunen Blättern 
sind die Krokusblüten besonders auffällig. © Dr. Konrad Lechner

In der spätwinterlichen Landschaft mit kahlen Bäumen und braunen Blättern sind die Krokusblüten besonders auffällig. © Dr. Konrad Lechner

In der spätwinterlichen Landschaft mit kahlen Bäumen und braunen Blättern sind die Krokusblüten besonders auffällig. © Dr. Konrad Lechner

Man erkennt die sechs Perigonblätter und das obere Ende des organgegefärbten Griffels. © Dr. Konrad Lechner

Man erkennt die sechs Perigonblätter und das obere Ende des organgegefärbten Griffels. © Dr. Konrad Lechner

Man erkennt die sechs Perigonblätter und das obere Ende des organgegefärbten Griffels. © Dr. Konrad Lechner

Blick von der Ruine Zavelstein auf den alten und neuen Ortsteil. © Dr. Konrad Lechner

Blick von der Ruine Zavelstein auf den alten und neuen Ortsteil. © Dr. Konrad Lechner

Blick von der Ruine Zavelstein auf den alten und neuen Ortsteil. © Dr. Konrad Lechner

Zur Krokusblüte auf den Bergwiesen bei Zavelstein

Über dem tief eingeschnittenen Tal der Nagold in etwa 550 bis 600 m Höhe erstreckt sich zwischen dem Wald und der Ortschaft Zavelstein eine überwiegend aus Wiesen bestehende Rodungsfläche. Wer hier etwa Anfang März wandert, findet an mehreren Stellen zehntausende mehr oder weniger dicht beinander stehende Krokus in der Blüte. Neuere Schätzungen haben sogar ergeben, dass es insgesamt über eine Million Pflanzen sind. Die Umrahmung durch den Wald, der Fernblick zur Schwäbischen Alb und der freundliche Ort vervollständigen das Wandererlebnis in großartiger Weise.

Zavelsteiner Krokus – die Herkunft ist legendär

Wegen der Einzigartigkeit des Krokusvorkommens wurden die Zavelsteiner Krokuswiesen als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Zuordnung des Zavelsteiner Krokus ist nicht ganz einfach. Zunächst dachte man, dass es eine in Italien weit verbreitete Art ist. Gegenwärtig nimmt man aber an, dass es sich um „Crocus vernus“ handelt, den Frühlings-Krokus, der auch in den Alpen bis 2.300 m häufig vorkommt. Die gesetzlich geschützte Pflanze hat erstmals Linné beschrieben, heute wird sie aber als „Crocus vernus (L.) Hill“ bezeichnet. Früher nahm man an, dass Kreuzritter den Krokus aus dem Orient mitbrachten oder Hirsauer Mönche ihn gepflanzt haben, um den begehrten Safran zu gewinnen. Mittlerweile weiß man aber, dass Safran aus einer anderen Krokusart gewonnen wird. Viel wahrscheinlicher ist, dass ein Burgherr von Teinach den Krokus von einer Reise mitbrachte und in seinem Garten anpflanzte. Nach Zerstörung der Burg und ihrer Mauern dürfte der Krokus erst in den Bauerngärten, von dort durch die Düngung auf die Wiesen um Zavelstein und in weitere Ortsteile von Teinach gelangt sein. Der erste sichere Nachweis des Zavelsteiner Krokus ist in einem Herbarium des Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart für 1825 belegt. ...



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