© Klaus-Peter Kappest

Freudenverlängernde Maßnahmen

Ausgabe 188 – Mai/Juni 2016

Know How

© Meindl

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Lang lebe der Rucksack – Oder der Schlafsack, der Wanderschuh, die Funktionsbekleidung.

Das ist uns wichtig, denn immerhin greifen wir für Outdoorausrüstung tief in unsere Taschen. Da soll sie wenigstens ewig halten. Ausrüstungspflege ist ein wichtiges Element beim Thema Langlebigkeit. Das andere ist Service.  

Die Hersteller reden davon, die Verkäufer in den Läden erzählen es: Schuhe, Rucksack, Schlafsack, Zelt, Jacke halten für die halbe Ewigkeit – zumindest fast. Die Versprechen reichen von der „Lifetime Warrenty“ über „Guaranteed To Keep You Dry“ bis hin zur „No Matter What“-Garantie. Für funktionelle Outdoorausrüstung muss man mitunter eine Menge Geld auf die Ladentheke legen, da sind die Erwartungen entsprechend hoch. Das Gute: Meistens entsprechen die Produkte den Erwartungen. Funktionell bietet Outdoorausrüstung viel. Markenmaterialien sind hochwertig. Die Verarbeitungsqualität ist sehr gut. Dennoch: Das Produkt für die Ewigkeit gibt es nicht, höchstens sehr vereinzelt. Es ist leider normal, dass Metalle oxidieren, Polystoffe spröde werden, elastische Fasern ausleiern, Membranen zusetzen oder PU-Sohlen ausdampfen. Auch die besten Materialien leiden unter intensiver Nutzung oder durch äußere Faktoren wie UV-Strahlung, Kälte, Hitze, Sand oder Schweiß. Ein weiteres Problem: Shit happens, will sagen: Manchmal läuft es einfach dumm und es geht etwas kaputt. Eine gute Serviceabteilung gehört deshalb zum Qualitätsmanagement einer Marke. 

Schuhe – wer rastet, rostet

Früher haben Wanderschuhe tatsächlich fast ewig gehalten. Heute will aber keiner mehr die Steifheit und das Gewicht von damals. Moderne Wanderschuhe sind bequem und müssen nicht mehr schmerzhaft eingelaufen werden. PU-Zwischensohlen dämpfen und sorgen für Komfort, aber nur handwerklich hochwertige, gezwickte und zwiegenähte Schuhe lassen sich neu besohlen. Ist jedoch eine angspritzte Sohle abgelaufen, ist der Schuh hinüber. Wer einen Wanderschuh regelmäßig nutzt und pflegt, kann dennoch gut sechs, acht, manchmal sogar über zehn Jahre Freude mit ihm haben. Vor allem Lederschuhe benötigen Pflege, sollten nie mit Hitze, sondern stets langsam getrocknet werden – sie danken es durch lange Freundschaft.  Das größte Problem bei Schuhen sind Lagerschäden. Die Weichmacher im PU dampfen aus und lassen die Zwischensohle spröde werden. Hydrolyse heißt das. Dieser Prozess lässt sich nicht aufhalten, aber herauszögern. Und: Ein moderner Wanderschuh hält tatsächlich länger, wenn man ihn häufig nutzt – und putzt. Schuster wie Hanwag, Lowa oder Meindl haben zudem ausgezeichnete Service-abteilungen. Neubesohlungen, Erneuerung von Gummikanten, Ösen, Haken und Nähten sind meist möglich. Der Fachhändler hilft bei der Einsendung der Schuhe. ...


 

  • Aggressiver Schweiß...
  • Daunenservice...
  • Nässe ist des Stockes Feind...
  • Rucksäcke – robuste Begleiter...
  • Zelte – zarte Hüllen...



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