© Klaus-Peter Kappest

Der Wanderwege-Cop: Der Schönheit des Weges auf der Spur

Ausgabe 189 – Juli/August 2016

Auf schmale Wegen durch die Wälder der Brexbachschlucht

Auf schmale Wegen durch die Wälder der Brexbachschlucht

Auf schmale Wegen durch die Wälder der Brexbachschlucht

Bank mit Blick auf Grenzau – in der Morgensonne besonders schön

Bank mit Blick auf Grenzau – in der Morgensonne besonders schön

Bank mit Blick auf Grenzau – in der Morgensonne besonders schön

Wanderkulissen wie aus dem Bilderbuch

Wanderkulissen wie aus dem Bilderbuch

Wanderkulissen wie aus dem Bilderbuch

Weite Blicke über Felder und Wiesen 
bestimmen den zweiten Teil des Brexbachschluchtenwegs

Weite Blicke über Felder und Wiesen bestimmen den zweiten Teil des Brexbachschluchtenwegs

Weite Blicke über Felder und Wiesen bestimmen den zweiten Teil des Brexbachschluchtenwegs

Michael Jarmuschewski wird wohl nie wieder unvoreingenommen einen Wanderweg genießen können. Manche Berufe bergen eben ein besonderes Risiko.

Das gilt auch für die Arbeit als Wanderwege-Cop oder Wege-Zertifizierer, wie Michael Jarmuschewski sich selbst bezeichnen würde. „Früher bin ich gewandert und habe hier und da gedacht: Wie schön!“, erinnert sich der schlak-sige große Mann mit dem blonden Zopf. Doch diese Zeiten sind vorbei. Aus „Wie schön!“ ist „Warum ist das schön?“ geworden.

Schuld daran ist Jarmuschewskis Partner auf dem Weg, der Kriterienkatalog für das „Wandersiegel Premiumweg“. Der ist extrem zuverlässig und effizient bei der Arbeit, durch und durch rational und so unromantisch wie man überhaupt nur sein kann. „Dummerweise läuft der Kriterienkatalog aber inzwischen auch dann mit, wenn ich privat unterwegs bin“, grinst Jarmuschewski. Davon abgesehen findet er seinen Job „ziemlich ideal“. 

Ein ziemlich idealer Beruf

Vor elf Jahren ist er auf das Deutsche Wanderinstitut und damit auch auf ein Berufsbild gestoßen, das praktisch alle Wunschvorstellungen des naturbegeisterten Geographen in sich vereinigte: Viel rum kommen, draußen unterwegs sein, sich mit der Karte im Gelände orientieren, die Kenntnisse über besondere Landschaftsformen integrieren und außerdem viel mit Menschen zu tun haben. All dies gehört zum Job eines Wege-Zertifizierers. Darüber hinaus, das sei hinzugefügt, tun die Wanderwege-Cops ihren Mitmenschen auch noch etwas Gutes. Ihrer Arbeit ist es zu verdanken, dass gestresste Großstädter schnell und unkompliziert zu genussvollen und sicheren Naturerlebnissen finden. Für genau diese Merkmale steht nämlich das Premiumsiegel: Genussvolles und sicheres Wandern für jedermann.

Es war einmal...

Weiter geht’s im Heft, Ausgabe 189/2016

Vor langer, langer Zeit lebten in Deutschland Wanderer, die mehrheitlich in der Lage waren, eine Karte zu lesen und sich im Gelände zu orientieren. Neben ihnen gab es noch einen zweiten Typus des Wanderers: Er konnte nicht zwingend die Karte lesen, dafür sang er gerne, liebte die Gesellschaft großer Gruppen und hatte keine Probleme damit, über Dutzende von Kilometern einem ausgebildeten Wanderführer zu folgen. Doch diese Zeiten sind vorbei. ...



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