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Mehr bewegen als nur die Füße: Wandern als Geschenk

Ausgabe 192 – Januar/Februar 2017

Know How

© 24-Stunden RLP, Martin Prasch

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Klaus Kippes und Michael Weber. © K. Kippes, M. Weber

Klaus Kippes und Michael Weber. © K. Kippes, M. Weber

Klaus Kippes und Michael Weber. © K. Kippes, M. Weber

Kevin Ruiz, hier mit Clara Seipel, ist für Bambuswaldhoch10 unterwegs

Kevin Ruiz, hier mit Clara Seipel, ist für Bambuswaldhoch10 unterwegs

Kevin Ruiz, hier mit Clara Seipel, ist für Bambuswaldhoch10 unterwegs

Mit einer Wanderung schenken wir uns Zeit für uns selbst.

Das ist wunderbar. Aber wäre es nicht noch wunderbarer, wenn wir die Zeit, die wir uns selbst schenken, gleichzeitig auch anderen Menschen schenken könnten? Wenn Sie denken, das sei unmöglich, dann lesen Sie mal weiter. Wir stellen Ihnen drei faszinierende Menschen vor, die genau das getan haben, und ein wunderbares Event zum Thema „Wandern für die andern“.

Eigentlich hatte Sebastian Gallander, der in Berlin für eine Stiftung arbeitet, schon lange Lust, sich auch privat zu engagieren und etwas für andere Menschen zu tun. „Aber neben meinem Beruf, der mich zeitlich sehr einspannt, blieb für so etwas kaum Zeit“.

Anstatt es bei dieser traurigen Erkenntnis zu belassen, begann er nach Möglichkeiten zu suchen, dennoch etwas für andere zu bewegen. Eine vage Idee, in welche Richtung sein Engagement gehen sollte, hatte er bereits: „Immer wenn ich Eltern mit einem behinderten oder schwerstkranken Kind sehe, erfüllt mich eine stille Bewunderung. Sie scheinen nie zu klagen, sondern kümmern sich liebevoll und herzensstrahlend um ihre Kinder.  Umso begeisterter war ich, als ich den Verein ‚nestwärme‘ kennenlernte.“

Nestwärme und Zeit schenken

Das unabhängige Sozialunternehmen nestwärme e.V. Deutschland engagiert sich mit einem bundesweiten Netzwerk für mehr Lebensqualität für Familien mit schwerkranken und behinderten Kindern. Der Verein bietet diesen Familien neben einem Kinderkompetenzzentrum und einer ambulanten Kinderkrankenpflege eine ganz besondere Form der Unterstützung: Sie schenkt Zeit. Zeit für die gesunden Kinder, Zeit für den Partner, Zeit, um Luft zu holen und Kraft zu tanken für die große Aufgabe, die ins Zentrum des Lebens gerückt ist. Deutschlandweit bringen 1800 ehrenamtliche Helfer ihre Talente und Kompetenzen im nestwärme-Netzwerk ein, um diese Familien im Alltag zu unterstützen, sei es, indem sie die Arbeit im Garten übernehmen  oder tatkräftige Unterstützung bei bürokratischen Arbeiten leisten. Auf diese Art schaffen die Zeitschenker von nestwärme e.V. einerseits die dringend nötigen Freiräume für die pflegenden Eltern, andererseits schenken sie den Familien ein Gefühl, das den entscheidenden Unterschied machen kann, wenn es hart auf hart kommt: „Ihr seid mit eurer Aufgabe nicht allein!“

Wie aber soll man Zeit schenken, wenn man doch selber keine hat? Sebastian Gallander suchte das Gespräch mit Petra Moske, der Gründerin und 1. Vorsitzenden von nestwärme e.V. und wusste nach diesem Gespräch, er würde seinen Urlaub nutzen, um nestwärme zu unterstützen. „Hoppla!“, mag man jetzt denken. Die Dame, die anderen Zeit schenkt, erwartet von ihren Helfern, dass sie ihre Urlaubszeit wegschenken? Das ist doch kein nachhaltiger Umgang mit unseren eigenen Ressourcen, oder?

Ist es doch!, wenn man es richtig macht. In den USA ist es längst ein Trend, sich einer großen sportlichen Herausforderung zu stellen und die dafür aufgebrachten Energien einem sozialen Projekt zu widmen. Sei es ein Marathon-Lauf oder eine weite Wanderung – man spricht über die sportliche Tat vor allem online in den sozialen Netzwerken und bittet das interessierte Publikum, das Erreichen von Zielen nach Möglichkeit mit Spenden für das Projekt der Wahl zu honorieren. 

Einmal über die Alpen und von Assisi nach Rom

Weiter geht’s im Heft, Ausgabe 192/2017

Sebastian Gallander gefiel die Idee und er begann sein Urlaubsprojekt für nestwärme e.V. auszuarbeiten. Sein letzter Wanderurlaub war eine entfernte Kindheitserinnerung, doch nun packte ihn die Lust, der Sache eine zweite Chance zu geben. Mit einer Alpenüberquerung auf einem Weg, der keine alpinistischen Fähigkeiten voraussetzt, steckte er sich ein ambitioniertes und doch realistisches Ziel. ...



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