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Wanderwissen Daunen: Leichter Flaum, große Wärme

Ausgabe 193 – März/April 2017

Know How

Wiegt fast nichts: Für ein Kilo braucht man ca. 400.000 einzelne Daunen. © YETI, C. Hauth

Wiegt fast nichts: Für ein Kilo braucht man ca. 400.000 einzelne Daunen. © YETI, C. Hauth

Wiegt fast nichts: Für ein Kilo braucht man ca. 400.000 einzelne Daunen. © YETI, C. Hauth

Sie sind leicht, klein komprimierbar und Speichern enorm viel Luft: Daunen.

Damit sind sie ideal für hochwertige Outdoorbekleidung für kalte Tage. Das Problem: Wir kaufen die Katze im sprichwörtlichen Sack. Wie erkennt man hochwertige Daunenprodukte?  

Aller Innovationen bei den Synthetikfasern zum Trotz sind Daunen weiterhin die besten Isolationsmaterialien, wenn es darum geht, Wärme und Leichtigkeit zu kombinieren. Natur schlägt Chemie. Mal wieder. Für den Verbraucher ist die gute Nachricht dabei, dass die Daunenqualität im letztem Jahrzehnt deutlich gesteigert werden konnte – funktionell und hinsichtlich des Tierschutzes. Vorsicht ist aber geboten, denn wir sehen nicht, was wir kaufen. Wer sich auskennt, kann zwar mit Fühlen einiges erraten, aber gerade niedrigwertige Daune wird gerne so behandelt, dass sie sich im Neuzustand gut anfühlt, dann aber rapide abbaut. Auch das Preiskriterium stimmt nicht immer. Hochwertige Daune kann zwar nicht billig sein, aber nicht jede teure Jacke muss hochwertige Daunen enthalten. Drei Punkte sind deshalb Gradmesser hochwertiger Daunen: 

1. Gewichtsprozente

Immer noch existieren die Begriffe Halbdaune oder Dreivierteldaune. Halbdaune assoziiert, dass 50% der Füllung Daunen und 50% fedrige Daunen oder Kleinfedern sind. Das stimmt auch, ABER diese Bezeichnungen beziehen sich auf das Füllvolumen und 50% Daunenvolumen machen in Gewichtsprozenten vielleicht 7% Daune aus. Die Bezeichnung der Daunen muss sich also immer auf das Füllgewicht beziehen. Eine ordentliche Daunenjacke sollte nicht weniger als 60% Daunenfüllung (bezeichnet als 60/40er Daune) haben, eine gute Daunenjacke mindestens 70% bis 80%. Hochwertige Daunenjacken haben Verhältnisse  von 90/10 oder manchmal gar 95/5. Dann ist tatsächlich viel Daune drin – und nur Daunen speichern Luft und isolieren. 

2. Fillpower

Weiter geht’s im Heft, Ausgabe 193/2017

Das Gewicht der Füllung sagt immer noch nichts über die Daunenqualität aus. Nach dem Rupfen werden Daunen nach Qualität sortiert. Das passiert in einem Gebläse. Kleine, schwere Daunen fallen schneller runter als großvolumige, luftige Daunen. Diese Sortierung bestimmt dann das „Loft“, die Bauschkraft, der Daune – und die ist die einzig verlässliche Einheit, um Daunenqualitäten zu vergleichen. ...



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