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Magische Hütten und Almen im Ötztal

Ausgabe 194 – Mai/Juni 2017

Deutschland

Ermöglicht durch das Ehrenamt und Stolz jeder Sektion - ihre Hütte

Ermöglicht durch das Ehrenamt und Stolz jeder Sektion - ihre Hütte

Ermöglicht durch das Ehrenamt und Stolz jeder Sektion - ihre Hütte

Im Abstieg vom Hauersee zur Stabelealm

Im Abstieg vom Hauersee zur Stabelealm

Im Abstieg vom Hauersee zur Stabelealm

Spiegelei mit Speck - was für ein Genuß 
nach dem Aufstieg zur Stabelealm

Spiegelei mit Speck - was für ein Genuß nach dem Aufstieg zur Stabelealm

Spiegelei mit Speck - was für ein Genuß nach dem Aufstieg zur Stabelealm

„Großartigste Landschaft“, „schönste Hütte“, „bestes Wetter“. Bei so vielen Superlativen möchte man den Touristik-Experten manchmal ihre Prospekte regelrecht um die Ohren hauen.

„Wo bleibt denn da die Realität“, fragt man sich auf dem heimischen Sofa sitzend. Doch dann gibt es diese Momente, in denen es plötzlich gar nicht mehr genug Superlative im deutschen Wortschatz gibt. Wenn das Sofa gegen die Bänke auf der Terrasse des Ramolhauses am Fuße des Ramolkogels im Ötztal getauscht wurde. Wenn der Blick nicht auf Hochglanzprospekte, sondern auf die Eisriesen und Steinkönige fällt. Wenn die Luft klar in die Lungen fließt und die Stille an diesem frühen Morgen absolut ist. Dann möchte man selbst ein Werbeprospekt verfassen, in dem es vor Superlativen nur so wimmeln würde. 

Dem Himmel ganz nah

Es passiert oft im Ötztal, dass die Vorstellung von der Schönheit der Realität übertroffen wird. Hier oben am Ramolhaus ist das besonders leicht. Liebevoll als das „höchste Haus Hamburgs“ bezeichnet, weil es zur DAV Sektion Hamburg und Niederelbe gehört, thront der Steinbau am felsigen Abgrund wie ein Adlernest. Auf stattlichen 3.006 m liegt die Hütte.  Hinter den rot-weißen Fensterläden ein Kleinod der Gastfreundschaft, ein Zuhause auf Zeit in dieser abweisenden Landschaft. Katrin aus Hamburg hält ihre Tasse dampfenden Tee eng umschlungen. Der nahende Herbst kündigt sich mit großen Schritten an, die Saison hier oben ist oft kurz.

„Ich komme immer wieder hier her“, sagt Katrin, während ihr Blick über das Eis von Ramolferner und Spiegelferner wandert. „Die Ruhe und Abgeschiedenheit dieser Hütte sind das ideale Kontrastprogramm zu meinem hektischen Leben in Hamburg. Außerdem schmeckt es nirgendwo im Tal so gut wie hier oben.“ Letzteres mag daran liegen, dass die Gäste der Hütte überwiegend mit Produkten aus der eigenen Landwirtschaft von Hüttenwirt Lukas Scheiber und den heimischen Bergbauern versorgt werden. Dank der Materialseilbahn kommt der frische Nachschub leicht hier herauf. Die Wanderer müssen sich etwas mehr placken. 1.100 Höhenmeter gilt es von Obergurgl zum Aussichtsbalkon der Hütte in etwa vier Stunden zu überwinden. Noch etwas länger und anspruchsvoller ist der Weg von Vent aus. 

Einstiegshütte für Familien & Basecamp für Bergsteiger

Weiter geht’s im Heft, Ausgabe 194/2017

Doch „placken“ ist relativ hier im Ötztal. Denn die Sinne bekommen so viel Input, dass Distanzen zusammen zu schmelzen, die Füße von selbst zu laufen scheinen. Müsste man nicht immer wieder anhalten, um die Landschaft auf sich wirken zu lassen. Wer es noch gemütlicher angehen lassen will und nicht ganz so hoch hinaus möchte, der findet bei knapp 30 Hütten und dutzenden Almen sicherlich ein passendes Ziel. ...



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