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Perspektivenwechsel: Der Lechweg – vom Fall zur Quelle

Ausgabe 195 – Juli/August 2017

Österreich

Nichts für schwache Nerven: Mit Stefan Fredlmeier auf der Holzgau Hängebrücke – sie misst 200 m, hier geht es 110 m in die Tiefe

Nichts für schwache Nerven: Mit Stefan Fredlmeier auf der Holzgau Hängebrücke – sie misst 200 m, hier geht es 110 m in die Tiefe

Nichts für schwache Nerven: Mit Stefan Fredlmeier auf der Holzgau Hängebrücke – sie misst 200 m, hier geht es 110 m in die Tiefe

Zwischen Vorderhornbach und Häselgehr bietet der Lechweg beeindruckende Ausblicke auf das Tal und seinen Lauf

Zwischen Vorderhornbach und Häselgehr bietet der Lechweg beeindruckende Ausblicke auf das Tal und seinen Lauf

Zwischen Vorderhornbach und Häselgehr bietet der Lechweg beeindruckende Ausblicke auf das Tal und seinen Lauf

Sonntag, sechs Uhr in der Frühe, munteres Regengeprassel holt mich Tropfen für Tropfen aus meinen Träumen.

Wenig später treffe ich im Frühstücksraum auf Gerhard Eisenschink, vor ihm einige gefüllte Schüsseln und Teller. Jede Reise fängt nicht nur mit einem ersten Schritt an, sondern auch mit einem ersten Bissen. Letzteres wird solange ausgedehnt, bis Stefan Fredlmeier mit seinen farbenfrohen Das-Wetter-ist-mir-egal-Klamotten hereinkommt und fröhlich verkündet: „Wetter mit Charakter erwartet uns!“ Gerhard und ich können auch bunt, schließlich sind wir für unsere Mission „Lechweg vom Fall zur Quelle“ für alles gewappnet.

Vor fünf Jahren wurde der Lechweg aus der Taufe gehoben. Dieses Jubiläum nehmen der Füssener Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier, Gerhard Eisenschink und ich zum Anlass, ihn in seiner gesamten Länge (125 km) zu bewandern, und zwar vom Fall bis zur Quelle. Ein Perspektivenwechsel, denn gemeinhin wird der Weg von der Quelle bis zum Fall begangen.

Der Fall: Mit beeindruckender Kraft schießt das milchiggraue Wasser des Lechs über Felsstufen in eine enge Schlucht. Vom Maxsteg haben wir den Lechfall nicht nur bestens im Blick, wir stehen sprichwörtlich über den Dingen. Hier starten wir unsere Wanderung und verabschieden uns schon bald von den letzten Regentropfen. Wir erreichen den Pinarplatz hoch über dem Alpsee. Von dort bietet sich ein märchenhafter Blick zu den Königsschlössern Hohenschwangau und Neuschwanstein. Selbst bei nicht ganz optimalem Wetter, dafür dann aber sehr mystisch. Von diesem Ort inspiriert, fantasieren wir über Geschichte und werden kreativ: Franz Herzog von Bayern, Oberhaupt des Hauses Wittelsbach zum Beispiel. Als Nachfahre der Stuarts wäre er schottischer König. Sofern sich Schottland aufgrund des Brexits doch noch für unabhängig erklären würde. Sehr spannend! Wir setzen unseren Weg mit Königin Marie, der Mutter des Märchenkönigs Ludwig II., fort. Sie war eine begeisterte Wanderin und Bergsteigerin.

Von Wängle nach Stanzach – der malerische Weg eines letzten Wildflusses Europas

Weiter geht’s im Heft, Ausgabe 195/2017

Am nächsten Tag bringt uns der Lechweg von Wängle in den Weiler Rieden. Gepflegte Häuser, eine kleine Kapelle und mittendrin ein Brunnen, der von einem Sandalen tragenden Herrn mit brennendem Haus und Feuerspritze geziert wird. Offensichtlich eine Darstellung des Heiligen Florians. Aber warum nur stellt er sein entblößtes Hinterteil zur Schau? Kurz bevor wir den Lech nach Weißenbach überqueren, fällt mir eine Hütte mit dem Namen „Puder Rosa Ranch“ auf. Wie ich erfahre, stammt der Name aus dem Film „Der Schuh des Manitou“. Mit einem Schmunzeln muss ich an den Brunnen denken. Entschuldigung! ...



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