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Torfmoose, Moorbirken und mehr: Zum Wiesbüttmoor im Spessart. Konrads botanische Wanderung

Ausgabe 195 – Juli/August 2017

Spessart

Von den 43 in Europa vorkommenden Arten der Gattung Torfmoos (Sphagnum) wurden im Wiesbüttmoor sechs nachgewiesen. Ihre Bestimmung und Unterscheidung ist selbst mit dem Mikroskop schwierig.

Von den 43 in Europa vorkommenden Arten der Gattung Torfmoos (Sphagnum) wurden im Wiesbüttmoor sechs nachgewiesen. Ihre Bestimmung und Unterscheidung ist selbst mit dem Mikroskop schwierig.

Von den 43 in Europa vorkommenden Arten der Gattung Torfmoos (Sphagnum) wurden im Wiesbüttmoor sechs nachgewiesen. Ihre Bestimmung und Unterscheidung ist selbst mit dem Mikroskop schwierig.

Das Wiesbüttmoor ist das einzige Moor im Spessart. Quellen speisen das im Wald gelegene und von zahlreichen Moorbirken gesäumte Moor.

Das Wiesbüttmoor ist das einzige Moor im Spessart. Quellen speisen das im Wald gelegene und von zahlreichen Moorbirken gesäumte Moor.

Das Wiesbüttmoor ist das einzige Moor im Spessart. Quellen speisen das im Wald gelegene und von zahlreichen Moorbirken gesäumte Moor.

Ende Juli blüht das Heidekraut (Calluna vulgaris), erkennbar an seinen rosaroten Blüten.

Ende Juli blüht das Heidekraut (Calluna vulgaris), erkennbar an seinen rosaroten Blüten.

Ende Juli blüht das Heidekraut (Calluna vulgaris), erkennbar an seinen rosaroten Blüten.

Moore waren früher wenig beliebt, da sie unfruchtbar waren und sie nur der Torfgewinnung dienten.

Heute schätzt man sie umso mehr: wegen ihrer ausgleichenden Wirkung auf den Wasserhaushalt, ihres naturnahen Zustandes und als Lebensraum für bedrohte Pflanzen und Tiere. So steht auch das einzige Moor des Spessarts, das Wiesbüttmoor, unter Naturschutz. Die hier vorgestellte nicht alltägliche Wanderung hat gleich mehrere Vorzüge: Das Wiesbüttmoor ist auch per ÖPNV gut erreichbar, von einem Steg aus ist das Moor besonders gut einsehbar – und es gibt eine schöne Einkehrmöglichkeit.

Die Entstehung des Wiesbüttmoors

Bis vor rund 2000 Jahren befand sich an der Stelle des Wiesbüttmoors – in einer Senke auf wasserstauenden Schichten des Unteren Buntsandsteins am Oberlauf eines Baches – ein zeitweilig überschwemmter Wald, der sein Wasser aus den umliegenden Quellen erhielt. Im späten Mittelalter wurde der Wald über der Senke abgeholzt, wodurch dessen Speicherfähigkeit für Wasser verloren ging und sich das Wasser in der Senke sammelte. Dieser Vorgang wurde durch die Anstauung eines unterhalb gelegenen Teiches noch verstärkt. In dem derart versumpften Gebiet siedelten sich schließlich Torfmoose an. 

Torfmoose wachsen und sterben zugleich

Weiter geht’s im Heft, Ausgabe 195/2017

Torfmoose haben keine Wurzeln, sie wachsen nach oben weiter, während sie unten absterben. Nässe und Sauerstoffmangel verhindern die Zersetzung, so dass Torf entsteht. Da das Gelände für Bäume zu nass und für andere Pflanzen zu nährstoffarm ist, ist hier aus dem Bruchwald ein Zwischenmoor entstanden: das Wiesbüttmoor, in dem es sechs schwer unterscheidbare Torfmoosarten gibt, die zur Gattung Sphagnum gehören. ...

Mit einem Tourentipp: Zum Wiesbüttmoor im Spessart



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